Disneys coole Kinderfänger
© Wireimage.com Disneys coole Kinderfänger

Teenie-Stars Disneys coole Kinderfänger

Mit immer neuen Teenie-Stars macht die Walt-Disney-Company Milliarden. GALA erklärt die raffinierte Strategie der Hit-Produzenten

Eigentlich sollen sie

ja nur als Vorband für Stimmung sorgen, die Fans von Avril Lavigne aufwärmen. Aber wenn die kanadische Rockerin in den nächsten Tagen durch Deutschland tourt, dürften ihr die drei Brüder am Ende die Show stehlen. In den USA versetzen "The Jonas Brothers" bereits Millionen von Schulmädchen in Ekstase, sie verkaufen 12000 Konzerttickets in nur zwei Minuten und haben eigene TV-Shows. Jetzt wollen Mädchenschwarm Nick und seine Brüder Joe und Kevin in Europa durchstarten. Ihr erstes internationales Album "Jonas Brothers" erscheint am 13. Juni. Und die Chancen, dass Teenies demnächst auch bei uns Hits wie "S.O.S." mitsingen, stehen gut. Zumal den "Jonas Brothers" ein mächtiger Verbündeter zur Seite steht: die Walt-Disney-Company. Neben Cash-Cow Miley Cyrus, die mit ihrem "Hannah Montana"-Universum inklusive Merchandising-Produkten bis Jahresende wohl 680 Millionen Euro umsetzen wird, zählen die Jungs derzeit zum erfolgreichsten Personal in der Hitfabrik des Entertainment-Riesen.

Küsschen, Küsschen: Zac Efron mit Mickey und Minnie Mouse
© Wireimage.comKüsschen, Küsschen: Zac Efron mit Mickey und Minnie Mouse

Die Mickey-Mouse-Manager verstehen ihr Handwerk, wie der kometenhafte Aufstieg ihrer Schützlinge Aguilera, Spears und Timberlake bewies. Keinem Konkurrenten gelang es in den vergangenen Jahren besser, immer neue Jungstars ins Bewusstsein der Kids zu hämmern. Vor allem der hauseigene Disney-Channel, der allein in den USA rund 95 Millionen Haushalte erreicht, entwickelt sich zum Must-see-Sender für Mädchen und prägt deren Musik-, Mode- und Lifestyle-Geschmack. Disneys Rezept: Man caste ebenso attraktive wie talentierte Teenager, positioniere sie in passenden Unterhaltungsformaten und vermarkte sie dann aggressiv über konzerneigene TV- und Radiosender. Eine Strategie, die zum Beispiel 2001 bei Hilary Duff bestens aufging. Der damals 13-Jährigen gelang durch die Serie "Lizzie McGuire" erst der Durchbruch zum Fernseh- und später auch zum umschwärmten Popstar.

Ebenfalls ein Volltreffer: das "High School Musical". Die "Romeo und Julia"-Version für die Generation Klingelton begeisterte 2006 weltweit rund 170 Millionen TV-Zuschauer, die Hauptdarsteller Vanessa Hudgens und Zac Efron avancierten rasend schnell zu Idolen. Der zweite Teil war ähnlich erfolgreich, die Soundtracks verkauften sich millionenfach. Und dann kam Miley Cyrus. Dank der Serie "Hannah Montana", dank Hit-CDs, einer ausverkauften Konzerttournee und erfolgreichem 3-D-Kinofilm hat sie mit gut zwölf Millionen Euro Jahreseinkommen die Pole Position unter Hollywoods Kinderstars erobert. 2009 soll ihre erste Biografie erscheinen. Und auch der Erfolg dieses Werks ist planbar.

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