Streik Hollywood
© Getty Streik Hollywood

Streik in Hollywood Verhärtete Fronten

Gute Nachrichten: In Hollywood wird endlich verhandelt, und es liegt ein Angebot vor. Doch es gibt auch eine schlechte Nachricht

Seit nunmehr vier Wochen streiken die Drehbuchautoren in Hollywood, und noch ist kein Ende in Sicht. Zur Erinnerung: Die Autorengewerkschaft, die immerhin die Kreativzellen Hollywoods vertritt, fordert für ihre Mitglieder einen neuen Tarifvertrag. Und obgleich diese so genannte WGA und der Verband der Studioindustrie AMPTP seit dem 26. November am Verhandlungstisch sitzen, ist wenig Bewegung zu spüren.

Ein erstes Angebot der Industrie, von dem sich einige Leute Erfolge versprochen hatten, wurde von der Gewerkschaft kurzerhand abgelehnt. Bei der Offerte ging es um die Regelung von Tantiemen für die Autoren bei Internet-Downloads. Doch während die Studios von 130 Millionen Dollar zusätzlich für die Autoren sprachen, nannte die Gewerkschaft den Deal eine Mogelpackung, der sie schlechter stellen würde als vorher.

Ein neues Angebot der Studios wird in Kürze erwartet. Weitere Gespräche sind für Dienstag kommender Woche vorgesehen. Ein Ende des Streiks, der auch von vielen prominenten Stars wie Patrick Dempsey, Alicia Keys, Ben Stiller, Matthew Perry und Eva Longoria engagiert unterstützt wird, ist nicht abzusehen.

Der letzte Streik von 1988 hatte satte 22 Wochen gedauert und schätzungsweise 500 Millionen Euro Schaden verursacht.