Stephen Gately

"Boyzone"-Sänger ist tot

Mit erst 33 Jahren ist Stephen Gately, Sänger der irischen Popband "Boyzone", auf Mallorca gestorben. Nach Angaben der spanischen Polizei starb Stephen am Samstag - er wurde um 13.45 Uhr für tot erklärt

Stephen Gately

Stephen Gately

Der Sänger der Gruppe "Boyzone", die vor allem in den 90er Jahren große Erfolge feierte, starb in seinem Haus in Port Andratx, etwa 30 Kilometer westlich von Palma de Mallorca. Er machte dort Urlaub mit seinem Mann Andrew Cowles.

"Im Moment ist noch unklar, wie er starb", sagte ein Polizeisprecher. "Es gibt keine Anzeichen auf verdächtige Umstände." Eine Autopsie soll die genaue Todesursache klären.

Gately hatte nach Angaben eines Augenzeugen in Clubs gefeiert und Alkohol getrunken. Nach der Party-Tour sei er in sein Haus zurückgekehrt und am Samstagmorgen nicht mehr aufgewacht, berichtet das britische Boulevardblatt "News of the World".

Schicksalsschläge

Hart getroffen

7. September 2009: Schlimme Zeiten für Reinhard Mey. Der Sohn des Liedermachers liegt seit sechs Monaten im Wachkoma
9. Mai 2014: Erneut muss sich Hugh Jackman wegen einer Hautkrebserkrankung behalndeln lassen. Den ersten verdächtigen Hautfleck entdeckte Jackmans Frau Deborra-Lee Furness Ende 2013, woraufhin Hugh das potentiell gefährliche Gewächs sofort entfernen ließ.
5. Mai 2014: Julia Roberts auf einer Trauerfeier für ihre Halbschwester Nancy Motes. Sie war am 9. Februar an einer Überdosis gestorben. "Es ist einfach Herzeleid", sagte die Schasupielerin später dem Magazin "WSJ".
19. Dezember 2013: Jane Birkin hat den wohl schwersten Gang vor sich. Sie muss ihre Tochter Kate Barry zu Grabe tragen. Die Fotografin starb am 11. Dezember nach einem Sturz aus dem Fenster ihres Pariser Appartements. Sie wurde 46 Jahre alt. Die Todesursache ist nicht vollständig geklärt. Die Polizei schließt Suizid nicht aus.

65

Stephen Gately (rechts) mit seinem "Boyzone"-Kollegen Ronan Keating bei einer Awardverleihung am 5. Oktober.

Stephen Gately (rechts) mit seinem "Boyzone"-Kollegen Ronan Keating bei einer Awardverleihung am 5. Oktober.

Gately war neben Ronan Keating Leadsänger von Boyzone. Mit Hits wie "No Matter What" und "Words" wurden Gately und Co. zu Teenie-Idolen. Nach einer fast siebenjährigen Trennung kam die Band 2007 wieder zusammen. Sie veröffentlichte zwei neue Lieder und ging auf eine mäßig erfolgreiche Europa-Tournee, bei der sich die Stadien trotz teils kostenloser Tickets nicht immer füllten.

In den 90ern hatte die Band mehr als zehn Millionen Platten verkauft. Gately war 1993 zu der irischen Gruppe gestoßen, für die per Zeitungsanzeige Sänger gesucht worden waren.

Während der Trennung versuchte sich Gately als Solokünstler, hatte damit aber weniger Erfolg. Für Schlagzeilen sorgte er 1999, als er sich als erster Sänger einer Boyband als Homosexueller outete.

Seine letzte Nachricht im Kurznachrichtendienst Twitter trug er am vergangenen Dienstag ein: "Noch immer beschäftigt - viel los hier. Konzentriere mich, mein Buch als nächstes fertigzustellen, mag hier ruhig werden."

Die Popmusikwelt reagierte geschockt auf die Todesnachricht. Band-Kollege Ronan Keating ist nach Angaben seines Sprechers "total am Boden zerstört". Sänger Elton John sagte, er sei fassungslos über die Tragödie. "Stephen war die liebenswürdigste, freundlichste Seele."

Irlands früherer Regierungschef Bertie Ahern nannte Gatelys Tod eine "riesige Tragödie". "Er war 33 Jahre alt, 15 Jahre an der Spitze, ein wunderbarer Musiker."

Die vier übrigen Mitglieder der Band wollten noch am Sonntag nach Mallorca fliegen, um sich dort ein Bild zu machen. "Wir sind am Boden zerstört", sagte Band-Manager Louis Walsh "News of the World". "Ich bin völlig geschockt." Noch am Montag sei er mit Gately auf einer Preisverleihung (Pride Of Britain) gewesen.

DPA

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