So wird Tom Selleck für alle Zeit in Erinnerung bleiben: Als Schnüffler im Hawaii-Hemd in "Magnum"
© ddp images So wird Tom Selleck für alle Zeit in Erinnerung bleiben: Als Schnüffler im Hawaii-Hemd in "Magnum"

Tom Selleck Magnum auf der Avocado-Farm

Selbst mit mittlerweile 70 Jahren sieht "Gottes Geschenk an die Frauen" immer noch ziemlich cool aus. Happy Birthday, Tom Selleck!

Vieles wäre im Leben von Tom Selleck wohl anders gekommen, wenn der US-Sender CBS nicht so stur gewesen wäre. Ende der 70er-Jahre wurde der Schauspieler von Regisseur Steven Spielberg und Produzent George Lucas zu einem Vorsprechen eingeladen. Es ging um ein streng geheimes, sehr ambitioniertes Projekt und Selleck machte seine Sache sehr ordentlich. Also boten ihm die beiden Hollywood-Großmeister an, die Rolle des Abenteurers Indiana Jones zu spielen. Das Problem: Selleck hatte kurz vorher einen Vertrag mit CBS für die TV-Serie "Magnum" unterzeichnet und der Sender war nun wenig erpicht, sein Zugpferd mit Hollywood zu teilen. Also legte man ihm nahe, auf die Rolle zu verzichten, was der Schauspieler auch tat.

Während sich Harrison Ford in nunmehr vier "Indiana Jones"-Filmen in die erste Riege der Hollywood-Stars peitschte, wird Selleck auf ewig der schnauzbärtige, Hawaii-Hemden tragende Privatschnüffler bleiben, den er von 1980 bis 1988 in 158 Episoden der Serie "Magnum" verkörperte. Schlecht ist es dem 1945 in Detroit geborenen Schauspieler, der am 29. Januar seinen 70. Geburtstag feiert, deswegen freilich trotzdem nicht ergangen. Er heimste einen Emmy und einen Golden Globe ein und darf sich zudem mit der Auszeichnung "God's Gift To Women" ("Gottes Geschenk an die Frauen") rühmen.

Bis heute gefragter Serien-Darsteller

Ende der 90er war er in mehreren Folgen der Erfolgs-Sitcom "Friends" zu sehen und die Kino-Filme, in denen er dabei war - unter anderem "Quigley der Australier", "Noch drei Männer, noch ein Baby" und "In & Out" - mögen nicht in die Film-Annalen eingegangen sein, das Bankkonto von Selleck haben sie aber trotzdem gut gefüllt. Anders als viele 80er-Kultstars ist er nach wie vor gut im Geschäft. Seit 2010 spielt er in der Polizeiserie "Blue Bloods - Crime Scene New York" die Hauptrolle. Zudem steht er einmal im Jahr für die beliebten "Jesse Stone"-Krimiverfilmungen vor der Kamera. Auf mehr Arbeit hat er keine Lust mehr.

Mit seiner zweiten Frau Jillie Mack ist er seit knapp 30 Jahren verheiratet, die beiden haben eine erwachsene Tochter und leben auf einer Avocado-Ranch in Kalifornien - obwohl ihm das Lorbeergewächs gar nicht schmeckt. Er braucht die Arbeit dort als Ausgleich. "Es hat lange gedauert, bis ich etwas Abstand vom Show-Business gewinnen konnte. Ich bemühe mich um einen Ausgleich in meinem Leben, und diese Ranch hilft mir dabei", sagte er einmal dem "People"-Magazin. Selleck ist Mitglied im Vorstand der Waffenorganisation NRA, wobei er öffentlich nicht gerne über das Thema spricht und sich politisch selbst zum liberalen Lager zählt.

Kommt "Magnum" in die Kinos?

Seit Jahren geistert übrigens schon ein Drehbuch für eine Hollywood-Adaption von "Magnum" durch die Branche. Angeblich gilt Matthew McConaughey als aussichtsreicher Kandidat auf die Nachfolge Sellecks. Der Altmeister selbst nimmt es relativ locker, dass er in den Überlegungen der Produzenten offenbar keine große Rolle spielt. "Ich glaube, dass ich noch heute Magnum spielen könnte. Aber ich weiß nicht, ob jemand einen alten Sack wie mich in Badehose sehen will."