Jella Haase überzeugte das TV-Publikum bei ihrem kurzen Gastspiel im Dresdner "Tatort"
© MDR/Andreas Wünschirs Jella Haase überzeugte das TV-Publikum bei ihrem kurzen Gastspiel im Dresdner "Tatort"

tatort Diese Assistenten vermissen wir

Jella Haases "Tatort"-Tod kam überraschend. Aber das dramatische Aus einer beliebten "Tatort"-Nebenrolle ist kein Novum.

Am Sonntag schockte der neue Dresdner "Tatort" mit dem überraschenden Tod von Polizeianwärterin Maria Magdalena Mohr. Die von Jung-Schauspielerin Jella Haase, 23, verkörperte Rolle kam beim Publikum zuvor gut an. Viele fragten sich anschließend: Warum durfte der "Fack ju Göhte"-Star nur eine Folge im neuen Dresdner Ermittler-Team mitwirken? Die Antwort darauf gab die Berlinerin im Interview mit spot on news selbst: "Es ist total spannend für das Format. Eine Ermittlerin einzuführen, die dann aber doch nur einmal dabei ist. Das ist einschneidend für die Konstellation der Figuren." Außerdem fühle sie sich für ein festes "Tatort"-Engagement noch zu jung.

Fabian Hinrichs als Gisbert Engelhardt

Doch Haase ist nicht die einzige "Tatort"-Assistentin, die wir gerne länger auf der Mattscheibe gesehen hätten. So sorgte auch der einmalige Auftritt von Fabian Hinrichs im Münchner "Tatort: Der tiefe Schlaf", 2012, für viel Aufsehen. Darin spielte der 1974 in Hamburg geborene Schauspieler den jungen, aufstrebenden Ermittler Gisbert Engelhardt. Durch sein forsches Auftreten brachte er frischen Wind in die Münchner Ausgabe mit den routinierten Kommissaren Batic (Miro Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl). Doch nach 60 Minuten musste Hinrichs den Filmtod sterben.

Das TV-Publikum bedauerte das sehr. Sein kurzes Gastspiel hinterließ Spuren. Auf Facebook wurde extra die Seite "Wir wollen Gisbert Engelhardt zurück" gegründet. Als solcher kam Hinrichs zwar nicht mehr zu den Münchner Kommissaren zurück, dafür hat er seit April 2015 seinen eigenen "Tatort". In Franken ermittelt er nun als Hauptkommissar Felix Voss. Noch in diesem Frühjahr wird Hinrichs mit seinem zweiten Fall "Das Recht, sich zu sorgen" als Chef-Ermittler zu sehen sein.

Tessa Mittelstaedt als Franziska Lüttgenjohann

Und dann gab es da noch die Rolle der Franziska Lüttgenjohann gespielt von Tessa Mittelstaedt, 41. Sie war zwar keine "Tatort"-Eintagsfliege, ihr Abgang dafür umso dramatischer. Fast 13 Jahre lang spielte sie die Assistentin des Kölner "Tatort"-Duos Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Bär). Nach 43 Folgen war dann auf eigenen Wunsch hin Schluss. Mittelstaedts letzter Auftritt in der Episode "Franziska", 2014, dürfte den meisten "Tatort"-Fans bis heute in Erinnerung sein: Ihr qualvoller Tod - sie wurde von einem Vergewaltiger als Geisel genommen und mit einem Plastikkabel erdrosselt - wurde "in einem nervenzerreißenden Kammerspiel zelebriert", schrieb damals etwa der "Kölner Express". Ein trauriges, aber würdiges Ende für Tessa Mittelstaedt.