Deadpool (Ryan Reynolds) sorgt im Februar für Lacher + Blutvergießen
© 20th Century Fox of Germany Deadpool (Ryan Reynolds) sorgt im Februar für Lacher + Blutvergießen

Kino-Tipps Die Highlights im Februar

Comic-Fans kommen auch im Februar mal wieder voll auf ihre Kosten. Aber auch die schräge Komik der Coen-Brüder verspricht, zu unterhalten.

Ein vorlauter Anti-Comicheld, zwei seltendämliche Auslauf-Models und Filmemacher/Schauspieler/Produzent/Writer/Cutter/Composer Til Schweiger auf Außen- und Kino-Einsatz im "Tatort": Diese und noch einige andere Leckerbissen hält der Februar für Cineasten parat.

"Tschiller - Off Duty", 04. Februar

Auch außerhalb des Dienstes wird bei den Hamburger Polizisten nicht getschillt, im Gegenteil. Vor allem nicht, wenn die eigene Tochter entführt und in die Türkei verschleppt wird. In bester Tradition der Ein-Mann-Armee Marke "Taken" macht sich Nick Tschiller (Til Schweiger) also auf, die Entführer zur Strecke zu bringen. Dabei geht es für ihn und seinen Kollegen Yalcin Gümer (Fahri Yardim) von Hamburg aus nicht nur nach Istanbul. Auch in die russische Hauptstadt Moskau verschlägt es sie.

Einschätzung:

Der letzte TV-"Tatort" musste ob der teils maßlos wirkenden Action noch einiges an Kritik einstecken. Auf der großen Leinwand dürften derartige Spektakel weit mehr akzeptiert sein. Und sollte "Tschiller - Off Duty" trotzdem den ein oder anderen Verriss ernten, verspricht das zumindest auf Schweigers Facebook-Seite wieder größtmögliche Unterhaltung.

"Deadpool", 11. Februar

Unsterblich, tödlich und dabei ungemein frech. Marvels Deadpool ist eher ein Maul- denn ein Superheld. Trotzdem, oder gerade deshalb erfreut sich der "Söldner mit der großen Klappe" ("The Merc with a Mouth") bei den Fans der Comic-Vorlage zum anstehenden Film größter Beliebtheit. Darum geht's: Soldat Wade Wilson (Ryan Reynolds) erfährt, dass er Krebs hat. Mithilfe eines gewagten Experiments erlangt er die Fähigkeit der Selbstheilung, der Eingriff lässt ihn aber stark verunstaltet zurück. Als dann auch noch seine Freundin in Gefahr gerät, macht er sich als "Deadpool" auf, die Unholde zu stoppen.

Einschätzung:

Mit einer infantilen Heiterkeit knallt Marvels kommender Anti-Held seine Widersacher über den Haufen, nur um sich kurz darauf auch noch über deren Ableben lustig zu machen. Da ist es kein Wunder, dass der Film hierzulande wohl erst ab 18 Jahren freigegeben sein wird - wie noch kein anderer Marvel-Film zuvor. Eines scheint klar: Wenn "Deadpool" auch nur zur Hälfte so clever und witzig wird, wie die ausgetüftelte Werbekampagne, dann sollte er die Herzen der Comicfans im Sturm auch auf der Leinwand erobern.

"Hail, Caesar", 18. Februar

Wo zum Teufel ist Baird Whitlock (George Clooney)? Der Hollywood-Star verschwindet nach dem Monumentalfilm "Hail, Caesar" spurlos, eine Gruppe namens "Die Zukunft" meldet sich als Entführer. Das Filmstudio Capitol Pictures engagiert daraufhin Eddie Mannix (Josh Brolin), um ihr Aushängeschild aus den Fängen der Entführer zu befreien. Wichtig dabei: Die verhasste Klatschpresse in Form von Hedda Hooper (Tilda Swinton) darf davon auf keinen Fall Wind bekommen!

Einschätzung:

Massig Stars, alle vereint in einem Film der Coen-Brüder - das hat bislang noch immer geklappt. Mit George Clooney, Josh Brolin, Scarlett Johansson, Channing Tatum, Ralph Fiennes und Tilda Swinton dürfte auch dieses Mal eigentlich nichts schiefgehen, zumindest für Kinogänger, die auf schräge Komödien stehen. Abschreckend könnte sein, dass "Hail, Caesar" auch Musical-Elemente hat.

"Zoolander 2", 18. Februar

Schon im kommenden Monat steht ein Film an, der wohl so albern wie kaum ein anderer in diesem Jahr wird: "Zoolander 2", die Fortsetzung des abgedrehten Films von 2001 mit Ben Stiller und Owen Wilson als seltendämliche Topmodels. Von ihrem einstigen Status ist aber im zweiten Teil nichts mehr übrig, von den neuen Stars am Mode-Himmel werden Derek Zoolander (Stiller) und Hansel (Wilson) als Auslaufmodelle angesehen. Doch im Kampf gegen den extravaganten Superschurken Mugatu (Will Ferrell) müssen die beiden noch einmal alles geben.

Einschätzung:

Schräg, schräger, "Zoolander". Legte der erste Film die Messlatte an herrlich albernem Klamauk schon fast in die Stratosphäre, wird Teil zwei diese Hürde wohl mit Leichtigkeit überspringen. Höher, weiter schriller bedeutet aber nur in den seltensten Fällen auch wirklich besser - "Austin Powers" lässt grüßen. Hoffnung auf einen würdigen Nachfolger besteht nicht zuletzt dank Benedict Cumberbatch aus dem letzten "Zoolander 2"-Trailer.

"Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück", 18. Februar

Lena (Emma Watson) besucht ihren Freund Daniel (Daniel Brühl) in Chile, jedoch zu einem möglichst ungünstigen Zeitpunkt. Ehe sie sich versehen, befinden sie sich mitten im gewaltsamen Militärputsch von General Augusto Pinochet, bei dem Daniel verschleppt wird. Von all seinen Freunden aufgegeben, macht sich Lena im Alleingang auf, ihre Liebe zu retten. Dabei begibt sie sich in die Fänge einer gefährlichen Sekte.

Einschätzung:

Der Film "Colonia Dignidad - Es gibt kein Zurück" erzählt die wahre Geschichte einer gleichnamigen deutschen Sekte im Süden Chiles, die 1961 gegründet wurde. Mit Watson und Brühl in den Hauptrollen konnte die deutsch-französische Koproduktion zwei weltweit gefragte Schauspieler gewinnen, die eine tolle Chemie miteinander aufzuweisen scheinen. Das Thema birgt zudem ungemeines Spannungspotenzial