Iris Berben

Über Gleichberechtigung

Laut Schauspielerin Iris Berben ist der Weg der Gleichberechtigung noch nicht zu Ende gegangen

Iris Berben

(63) kritisierte, dass Männer und Frauen noch immer ungleiche Löhne für die gleiche Arbeit erhalten.

Die Schauspielerin ('Die Kronzeugin - Mord in den Bergen') schlüpft in ihrem neuen Film in die Rolle der Politikerin Elisabeth Selbert (89), die die Grundlagen der Emanzipation in der BRD geschaffen hat. Selbert ist es zu verdanken, dass 1949 der Satz "Männer und Frauen sind gleichberechtigt" ins Grundgesetz aufgenommen wurde. In einem Interview sprach Berben, die offensichtlich für das neue Projekt mit dem Arbeitstitel 'Artikel 3' brennt, über das Thema Gleichberechtigung. Ihrer Meinung nach sei im Hinblick auf die Emanzipation der Frau in den vergangenen Jahrzehnten zwar viel erreicht worden, aber abgeschlossen sei das Kapitel noch nicht. Wichtig sei außerdem die Zusammenarbeit der Geschlechter: "Alle klugen Männer wissen, wir müssen's gemeinsam machen. Eine Emanzipation kann man nie gegen den anderen führen. Nein, ein Schlussstrich kann noch nicht gezogen werden. Denken Sie nur daran, dass Männer und Frauen ungleiche Löhne für dieselbe Arbeit erhalten", erklärte sie auf 'derwesten.de'.

Als Präsidentin der Deutschen Filmakademie reflektierte der Star in diesem Zusammenhang, ob es beim Film und Fernsehen mehr Gleichberechtigung als in anderen Bereichen gebe: "Nein, so viel ich weiß, werden männliche und weibliche Stars und Hauptrollen unterschiedlich bezahlt. Auch da ist das Gleichgewicht noch nicht da." Eine positive Veränderung habe es allerdings doch gegeben: "Verändert hat sich das Frauenbild. Früher war 40 das kritische Alter für Frauen, die nicht gerade am Theater waren. Ab 40 waren sie nur noch Mütter oder Großmütter. Heutzutage gibt es viel mehr Frauenrollen und viel mehr Inhalte. Und noch etwas: Ich habe in diesem Jahr drei große Filme gedreht und bei allen dreien führten Frauen Regie. Es wird immer selbstverständlicher", freute sie sich.

Den Gleichberechtigungsgedanken hat Berben von ihrer Mutter jahrelang vorgelebt bekommen. Mit ihrem selbstbestimmten Leben, dem Studium und Auslandsaufenthalten galt ihre Mutter der Darstellerin stets als Vorbild, erklärte sie in einem Gespräch mit der 'Westdeutschen Allgemeinen Zeitung' und fügte hinzu: "Mir wurde Emanzipation hautnah vorgelebt. An musste ich mich später gar nicht mehr orientieren."

Kein Wunder, dass Iris Berben nicht lange zögerte, die Rolle der Juristin zu übernehmen, die den Grundsatz der Gleichberechtigung im Grundgesetz durchsetzte.

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