Hugh Jackman (l.) + Taron Egerton bei der "Eddie the Eagle"-Premiere in München
© ili/spot Hugh Jackman (l.) + Taron Egerton bei der "Eddie the Eagle"-Premiere in München

Filmpremiere in München Verrückt nach Hugh Jackman - und "Eddie"

Bei der Filmpremiere von "Eddie the Eagle" in München waren alle verrückt nach Hugh Jackman. Standings Ovations gab's auch für Eddie.

Große Aufregung am Sonntagabend in München, denn Hollywood-Star Hugh Jackman (47, "X-Men"), "Eddie"-Darsteller Taron Egerton (26, "Kingsman: The Secret Service") und der echte "Eddie the Eagle" alias Michael Edwards, 52, waren im Anflug. Genauer gesagt kamen sie mit dem Fahrrad vom Hotel zum Mathäser Filmpalast. Am roten Teppich warteten die einen auf den berühmten Australier, die anderen tatsächlich auf Eddie, den ersten Skispringer, der in den 1980er Jahren für Großbritannien bei den Olympischen Winterspielen startete.

Dieser Held habe der Welt gezeigt: "Alles ist möglich, never stop dreaming", befand die begeisterte Moderatorin Nova Meierhenrich, 42. Er sei sich nie sicher gewesen, ob er jemals bei Olympischen Spielen teilnehmen würde, "aber ich habe immer gehofft, dass mein Traum wahr wird", ergänzte Michael Edwards.

Schauspielerin Iris Berben, 65, die im Film Eddies erste Unterstützerin spielt, erklärte spot on news am roten Teppich, was für sie die zentrale Message des Films ist: "An sich glauben, durchhalten, dranbleiben, auch wenn es Widrigkeiten gibt." Das sei doch die beste Message, die ein Film haben könne. Ihrem Sohn, Filmproduzent Oliver Berben, 44, gefiel aber auch die Geschichte an sich, denn: "Sie erzählt von jemandem, der nicht von Anfang an als Gewinner dasteht, sondern eher amateurhaft, dann aber doch einen sehr großen Erfolg feiert. Sowas will man gerne sehen", sagte Berben.

"Am meisten freue ich mich auf Hugh Jackman", gab Oliver Berben dann noch lachend zu. "Besonders beeindruckend an ihm ist, dass er alles spielen kann: Actionfilme, Komödien, Dramen." Er sei so wandelbar, charmant, sehe wahnsinnig gut aus und habe Humor, erklärt Berben weiter. "Auch ich als Mann finde ihn richtig gut."

Lob vom Superstar

Eigentlich hatte Hugh Jackman, der im Film einen beeindruckenden Sprung von der Schanze hinlegt, "für diese Szene wenigstens von der 40-Meter-Schanze springen wollen", wie er vor Filmbeginn im Kinosaal auf der Bühne erzählte. Doch als er oben war, winkte er ab und überließ die Sprünge lieber den Profis. Viele Doubles, die sich in Shirts mit dem Schriftzug "Helden im Schatten" kenntlich gemacht hatten, waren auch zur Premiere gekommen. Ihnen rief Jackman zu: "Ihr seid verrückt! Es ist unfassbar, was ihr macht!"

Und auch bei seiner deutschen Kollegin Iris Berben kam er aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: "Wenn sie ans Set kommt, bleibt allen die Spucke weg. Iris, du bist umwerfend!" Das Kompliment hatte sie am roten Teppich quasi vorab schon erwidert: "Hugh ist relaxt und lässig und easy und vorbereitet."

Extra-Applaus für Eddie

Beim Abspann verließ vor allem Michael "Eddie" Edwards den Kinosaal nicht unbemerkt, vom begeisterten Publikum gab es Standing Ovations. Ob dem Briten wieder die Tränen gekommen waren, war nicht zu erkennen. Möglicherweise aber schon, denn: "Ich habe den Film jetzt viermal gesehen und jedes Mal sind mir die Tränen gekommen", hatte er vor der Filmvorführung noch verraten.

In Deutschland startet "Eddie the Eagle - Alles ist möglich" am 31. März in den Kinos und um es mit Nova Meierhenrichs Worten zu sagen: "Es ist ein Feelgood Movie, eine Geschichte, die das Herz erwärmt - und als ich aus dem Kino kam, dachte ich, ich muss da noch zehnmal reingehen."