Elvis Presley bei einem Konzert Anfang der 1970er
© ddp images Elvis Presley bei einem Konzert Anfang der 1970er

Dr. George Nichopoulos Elvis Presleys Pillendoktor ist tot

Er spielte im Leben von Elvis Presley eine wichtige Rolle, für viele Fans allerdings keine gute: Dr. George Nichopoulos ist gestorben.

Eine kontroverse Figur aus dem Kosmos von Elvis Presley (1935-1977, "Love Me Tender") ist tot: Sein ehemaliger Arzt Dr. George Nichopoulos ist am Mittwoch im Alter von 88 Jahren in Memphis verstorben, wie mehrere US-Medien berichten. "Dr. Nic" wird von einigen Fans eine Mitschuld am Tod des "King of Rock"n"Roll" angelastet.

Umstrittener Leibarzt des "King"

Nichopoulos behandelte Presley erstmals im Jahr 1967 und arbeitete ab 1970 in Vollzeit für den Musiker. Er war bei Presleys' Tod anwesend und versuchte, ihn wiederzubeleben. Danach wurde der Arzt beschuldigt, Presley zu viele Betäubungsmittel verschrieben und so zu seinem Tod beigetragen zu haben. Allein 1977 soll er dem "King" über 10.000 Dosen verschiedener Medikamente verabreicht haben. Er selbst behauptete, dass er stets versucht habe, Presleys Abhängigkeiten zu bekämpfen.

1979 wurde Nichopoulos während eines Footballspiels angeschossen. Der Täter wurde nie gefasst, doch der Arzt ging davon aus, dass es sich um einen wütenden Elvis-Fan handelte, wie er später in einem Interview erklärte. 1980 wurde Nichopoulos wegen seiner Verschreibungspraxis an mehreren Patienten, darunter Presley und Jerry Lee Lewis, 80, angeklagt. Die Jury kam schließlich zu dem Schluss, dass er stets im Interesse seiner Patienten handeln wollte und sprach "Dr. Nic" frei. 1995 verlor er jedoch wegen ähnlicher Vorwürfe seine Zulassung.

Tiefer Fall nach Karriere-Aus

Nach dem Ende seiner Karriere als Arzt hielt sich Nichopoulos unter anderem als Tourmanager für Lewis und medizinischer Gutachter für FedEx über Wasser. Die Geldnot zwang ihn schließlich dazu, viele seiner Elvis-Souvenirs zu verkaufen.