Jude Law (v.li.), Julianne Moore + James Franco sind in ihren neuen Filmen bei der Berlinale zu sehen
© [M] Denis Makarenko / Denis Makarenko / magicinfoto / Shutterstock.com Jude Law (v.li.), Julianne Moore + James Franco sind in ihren neuen Filmen bei der Berlinale zu sehen

Berlinale 2016 12 Film-Highlights mit mächtig Star-Power

Die Berlinale zeigt 2016 wieder Filme mit vielen Stars wie George Clooney, Julianne Moore und James Franco. Hier die 12 Highlights!

An 11 Tagen werden bei der 66. Berlinale über 400 Filme gezeigt, 18 davon konkurrieren um den Goldenen und Silbernen Bären. Und auch diesmal ist wieder mächtig Starpower vorhanden, denn viele Stars stellen ihre neuen Projekte persönlich vor. Gleich der Auftakt zur Eröffnung des Festivals hat es in sich: "Hail, Ceasar!", der neue Film von Ethan und Joel Coen, feiert Europapremiere. Vom großen Cast sind George Clooney (54, "A World Beyond"), Josh Brolin, Alden Ehrenreich, Tilda Swinton und Channing Tatum anwesend. Doch das sind noch lange nicht alle. Hier finden Sie die 12 Film-Highlights mit Starbesetzung!

Das Recht auf Glück

Wer am 20. Februar als Gewinner der Bären verkündet wird, entscheidet die internationale Jury um Oscar-Gewinnerin Meryl Streep ("Die Eiserne Lady"). Im gesamten Programm sind die Länder Belgien, Bosnien und Herzegowina, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Iran, Italien, Kanada, Mexiko, Neuseeland, die Niederlande, die Philippinen, Polen, Portugal, Schweden, Singapur, Tunesien, die USA und die Volksrepublik China vertreten.

Festival-Direktor Dieter Kosslick hat bekanntgegeben, dass das Motto der diesjährigen Berlinale "Recht auf Glück" lautet. Dabei steht natürlich vor allem die Flüchtlingsthematik im Fokus. Einige Filme setzen sich damit auseinander. Außerdem ruft die Berlinale zum ersten Mal in ihrer Geschichte zu Spenden auf. Diese gehen an eine Initiative, die sich um traumatisierte Folteropfer kümmert.

Die diesjährigen Film-Highlights mit Starbesetzung

"Midnight Special" (USA) von Jeff Nichols mit Michael Shannon, Joel Edgerton, Kirsten Dunst, Jaeden Lieberher und Adam Driver.

Offizielle Info zum Film: Ein fürsorglicher Vater unternimmt alles, um den Sohn seinem Schicksal zuzuführen, welches auch das Schicksal der Welt entscheiden könnte. Eine eigenwillige Mischung aus Science-Fiction und Familiengeschichte, gleichzeitig erkundet Nichols weiterhin die Gewalt- und Paranoiastrukturen der US-amerikanischen Provinz. Er zeigt die Macht, die von erzkonservativen Sekten ausgeht, und die Ohnmacht des Einzelnen vor einem aggressiv agierenden Staatsapparat.

"Indignation" (USA) von James Schamus mit Logan Lerman, Sarah Gadon, Tracy Letts, Linda Edmond und Danny Burstein.

Offizielle Info zum Film: Das Regiedebüt von James Schamus, einem der wichtigsten unabhängigen Filmproduzenten der USA, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Philip Roth. USA 1951, die Hysterie der McCarthy-Ära prägt die Stimmung, jungen Männern droht der Militärdienst in Korea. Der aus New Jersey stammende Marcus Metzner bekommt einen Studienplatz in Ohio. Doch auch im College ist der Alltag nicht leicht: Konkurrenzkämpfe, Klassenunterschiede und Liebesabenteuer warten.

"24 Wochen" (GER) von Anne Zohra Berrached mit Julia Jentsch ("Effi Briest"), Bjarne Mädel, Johanna Gastdorf, Emilia Pieske und Maria Dragus.

Offizielle Info zum Film: Auch der zweite Spielfilm der Erfurter Regisseurin Anne Zohra Berrached, die 2013 "Zwei Mütter" in der Perspektive Deutsches Kino präsentierte, befasst sich mit weiblichen Lebensentwürfen. Sie liefert das intensive Porträt einer Frau, die in einen großen moralischen Konflikt geworfen wird, in dem es keine einfachen Lösungen gibt.

"A Quiet Passion" (UK, BEL) von Terence Davies mit Cynthia Nixon ("Sex and the City 2"), Jennifer Ehle, Keith Carradine, Emma Bell und Duncan Duff.

Offizielle Info zum Film: Wer war Emily Dickinson? Terence Davies imaginiert ihre Biografie und erkundet, wie die einzigartigen Gedichte der Emily Dickinson entstehen konnten. Behutsam gleitet die Kamera in ein Leben, in dem die Poesie immer mehr Raum einnimmt.

Emma Thompson, Daniel Brühl, Julianne Moore, Ethan Hawke

"Alone in Berlin" (GER, FRAU, UK) von Vincent Perez mit Emma Thompson ("Saving Mr. Banks"), Brendan Gleeson, Daniel Brühl, Mikael Persbrandt und Monique Chaumette.

Offizielle Info zum Film: Der bereits mehrfach verfilmte Roman gilt als authentisches Zeugnis des Alltagslebens in Berlin während der NS-Zeit - eine leise, eindringliche Hymne auf Mut und Menschenwürde in einer Atmosphäre der Bespitzelung und Bedrohung. Der Sohn von Anna und Otto Quangel ist an der Front gefallen, lange haben sie an den "Führer" geglaubt, nun regt sich ihr Widerstand und sie beginnen Postkarten zu schreiben. Stoppt die Kriegsmaschine! Tötet Hitler! Bald sind ihnen SS und Gestapo auf der Spur.

"Maggie's Plan" (USA) von Rebecca Miller mit Greta Gerwig, Julianne Moore, Ethan Hawke, Bill Hader ("Dating Queen") und Travis Fimmel.

Offizielle Info zum Film: Maggie, Mitte 30 und Single, arbeitet als Dozentin in New York, hat einen großen Freundeskreis und gelegentliche Affären. Zeit für ein eigenes Kind, beschließt sie. Da ihr längere Partnerschaften nicht liegen, überredet sie einen jungen Pickles-Händler, ihr sein Sperma vorbeizubringen. Mit sichtlichem Spiel-Vergnügen und einnehmendem Humor lassen uns Greta Gerwig, Ethan Hawke und Julianne Moore die unermüdlichen Neuorientierungen der drei Protagonisten erleben.

Colin Firth, Jude Law, Wesley Snipes

"Genius" (UK) von Michael Grandage mit Colin Firth, Jude Law ("Grand Budapest Hotel"), Nicole Kidman, Laura Linney und Guy Pearce.

Offizielle Info zum Film: New York in den Zwanzigerjahren. Der Lektor Max Perkins nimmt im Verlagshaus Scribner's Sons zukünftige Schriftstellergrößen wie Ernest Hemingway oder F. Scott Fitzgerald erstmals unter Vertrag. Als ihm ein wildes, ungeordnetes 1000-Seiten-Manuskript des unbekannten Thomas Wolfe in die Hände fällt, ist er überzeugt, ein literarisches Genie entdeckt zu haben. Scott Bergs preisgekrönter Biografie "Max Perkins: Editor of Genius", die vom renommierten Drehbuchautor John Logan ("Skyfall") adaptiert wurde. Mit der Zeitreise ins New York der Roaring Twenties gibt der erfolgreiche Londoner Theaterregisseur Michael Grandage sein Kinodebüt.

"Chi-Raq" (USA) von Spike Lee mit Nick Cannon ("Nick Cannon"), Teyonah Parris, Wesley Snipes, Angela Bassett und John Cusack.

Offizielle Info zum Film: Chicago trägt in der US-amerikanischen Hip-Hop-Szene schon lange den Namen "Chi-Raq". Ein Begriff, der darauf anspielt, dass die berüchtigte South Side als Mord-Hauptstadt der USA gilt. Zwischen 2001 und 2015 starben hier 7356 Menschen durch Waffengewalt, eine "nationale Notlage", wie Regisseur Spike Lee mit fetten roten Lettern mitteilt. Dabei ist Chi-Raq kein naturalistisches Schicksalsdrama, sondern eine pralle, mit Witz, Satire und viel Musik angereicherte Variante von "Lysistrata", der klassischen Komödie des griechischen Dichters Aristophanes.

Michael Moore, James Franco, Gérard Depardieu

"Where To Invade Next" (USA) von Michael Moore.

Offizielle Info zum Film: Wo einmarschieren? Der oscarprämierte Dokumentarfilmer Michael Moore bietet dem Pentagon an, ab sofort das Einmarschieren in ferne Länder als Ein-Mann-Armee zu übernehmen. Bei seinem Feldzug folgt der Regisseur drei Regeln: niemanden erschießen, kein Öl erbeuten und etwas nach Hause bringen, was den Amerikanern nutzt. Bei seiner ebenso heiteren wie nachdenklichen globalen Invasion entstand ein Film über die USA ohne eine einzige Einstellung auf US-amerikanischem Boden.

"Goat" (USA) von Andrew Neel mit Ben Schnetzer, Nick Jonas, James Franco ("127 Hours"), Gus Halper und Danny Flaherty.

Offizielle Info zum Film: Nach einer Party wird der 19-jährige Brad Opfer eines brutalen Überfalls. Die Täter flüchten. Brads Wunden heilen langsam. Als er sich ein paar Monate später an der Uni einschreibt und sich auf Empfehlung seines älteren Bruders für die Mitgliedschaft der Elite-Studentenverbindung Phi Sigma Mu bewirbt, trifft er erneut auf Formen schwerer körperlicher und psychischer Gewalt. Andrew Neels erschütterndes Spielfilmdebüt erforscht die Wurzeln der Gewalttätigkeit weißer, US-amerikanischer Männer - Männer, die später Politiker werden, Häftlinge misshandeln oder Familien gründen.

"The Night Manager" (UK, ESP, USA) von Susanne Bier mit Tom Hiddleston, Hugh Laurie ("Dr. House"), Olivia Colman, Elizabeth Debicki und Alistair Petrie.

Offizielle Info zum Film: Unter den Argusaugen des britischen MI6 ermittelt der smarte Hotelangestellte und Exsoldat Jonathan Pine undercover gegen einen der mächtigsten Waffendealer der Welt. Dabei wird er nicht nur von edlen, sondern auch von persönlichen Rachemotiven getrieben.

"Saint Amour" (FRA, BEL) von Benoît Delépine, Gustave Kervern mit Gérard Depardieu, Benoît Poelvoorde, Vincent Lacoste, Céline Sallette und Gustave Kervern.

Offizielle Info zum Film: Für Bruno ist die Landwirtschaftsausstellung in Paris der Höhepunkt des Jahres. Denn da geht er auf Probierreise durch die Weinregionen Frankreichs. Ohne die Halle zu verlassen, trinkt er sich von einem Verkostungsstand zum nächsten. Wie ein berühmter Beaujolais heißt die Komödie, die sich als lebenspralle Hommage auf die guten Tropfen wie auf die sogenannten einfachen Leute erweist. Der siebte gemeinsame Film des Regie-Duos, 2010 mit "Mammuth" auf der Berlinale, betrachtet das Verhältnis zwischen Vater und Sohn voller Witz und Zärtlichkeit. Der Dichter Michel Houellebecq hat einen Gastauftritt.