Shari Dietz im Exklusiv-Interview: André Dietz, Shari Dietz und ihre drei Kinder
© Niklas Berg André Dietz, Shari Dietz und ihre drei Kinder

Shari Dietz im Exklusiv-Interview So stark ist Familie Dietz

Diese Familie ist nicht zu stoppen und lässt sich von dem Gendefekt ihrer Tochter nicht unterkriegen - im Gala-Interview erzählt Shari, die Ehefrau von "AWZ"-Star André Dietz, von ihrem Schicksal - und bewegt damit sicher nicht nur die Redaktion

Shari Dietz im Exklusiv-Interview: André Dietz
Interview
Die Tochter des TV-Stars ist schwer krank. Im Interview sprach er über die Diagnose und sorgte für eine große Überraschung

"Es gibt Momente im Leben, auf die ist man nicht vorbereitet..." - so hatte "Alles was zählt"-Liebling André Dietz, 40, seinen Facebook-Post begonnen, in dem er der Öffentlichkeit offenbarte, dass seine zweijährige Tochter Mari an dem seltenen Gendefekt "Angelman-Syndrom" leidet. Doch dass weder er noch seine Ehefrau sich von der Diagnose unterkriegen lassen, erklärte nun auch Shari Dietz exklusiv gegenüber Gala in einem ergreifenden Interview.

Wie ging es Ihnen als Mutter, nachdem Ihnen mitgeteilt wurde, dass Mari nicht gesund ist?

Zum Glück ist unsere Tochter gesund. Sie hat "nur" einen Gendefekt. Nach der Diagnose war ich wie in einem Schockzustand. Wir sind nach Hause gefahren und haben normal weitergemacht. Nach und nach wurden mir das Ausmaß dann bewusst. Man denkt an den ersten Freund oder die Pubertät, eigenständiges Waschen oder den gemeinsamen Skiurlaub. André ist aber einfach eine super Mischung aus Optimist und Realist. Er hat immer die richtigen Antworten parat und bringt mich immer schnell wieder zum Lachen.

Ihr Mann wirkte in unserem Gespräch sehr stark und erzählte, dass die Diagnose sie auch als Paar enger zusammengeschweißt hat – wie sehen Sie das?

Er ist unglaublich stark. Es gab nur wenige Momente, wo es ihm richtig schlecht ging. Dann wiederum habe ich den Laden geschmissen und ihm seine Zeit gegeben. In keiner Sekunde hat uns die Diagnose voneinander entfernt, ganz im Gegenteil.

Sie und Ihr Mann sind ein tolles Vorbild für andere Familien, die vielleicht genau dasselbe durchmachen – woher schöpfen Sie Ihre Kraft?

Wir sind sehr glücklich mit uns und unserem Leben. Dazu kommen wahnsinnig tolle Freunde, eine liebevolle Familie, ein sehr verständnisvoller Arbeitgeber und tolle Kollegen.

Ihr Mann hat gesagt, dass er ein viertes Kind nicht ausschließt, empfinden Sie das genauso?

Komplett ausschliessen würde ich es nicht! (lacht)

Haben Sie manchmal Angst davor, dass Mari im Kindergarten oder in Ihrem späteren Leben gemobbt werden könnte?

Nicht im geringsten. Warum auch? Sie ist fröhlich, offen und hat das Selbstbewusstsein ihrer Eltern.

Haben Sie einen Ratschlag für andere Mütter, deren Kinder nicht gesund auf die Welt kommen?

Man braucht Zeit. Wir sind schnell an einem guten Punkt angekommen, für bestimmte Dinge bin aber auch ich noch immer nicht bereit beziehungsweise bereiten sie mir Sorge. Zudem gibt es viel Unterstützung von anderen Eltern. In unserem Fall ist das der Angelman Verein Deutschland. Diesen möchte ich gerne allen Betroffenen ans Herz legen!

Werden Sie sich künftig noch mehr für die Aufklärung des Angelman-Syndroms einsetzen?

Ja. Außerdem habe ich das Gefühl, in Deutschland ist Integration und inklusion noch ein Fremdwort. Hier muss einiges passieren!

Das Feedback auf das Facebook-Posting Ihres Mannes ist enorm – haben Sie mit so einer Resonanz gerechnet?

Mir war klar, dass das Wellen schlagen würde. Diese starke Anteilnahme ist allerdings überwältigend. Wir freuen uns sehr.