Sarah Ferguson
© Getty Images Sarah Ferguson

Sarah Ferguson Vorwurf: käuflich

Sarah Ferguson soll Geschäftskontakte zu ihrem geschiedenen Mann Prinz Andrew verkauft haben. Die Herzogin von York habe von einem als Geschäftsmann getarnten Reporter 500.000 Pfund (575.000 Euro) verlangt

Eine Kamera filmte Sarah Ferguson, die Herzogin von York dabei, wie sie Geschäftskontakte zu ihrem geschiedenen Mann Prinz Andrew verkauft hat. Das berichtete das Boulevardblatt "News of the World".

Nun ist Andrew nicht irgendein Royal. Der zweite Sohn der Queen ist seit 2001 Großbritanniens Sonderbotschafter für internationalen Handel und Investitionen. "Fergie" hat damit die Regierung und das Königshaus in Erklärungsnot über ihre Käuflichkeit gebracht. Ferguson sei "voller Reue" und "durch die entstandene Lage am Boden zerstört", sagte ihre Sprecherin.

Die Hinweise auf Fergies Geschäfte kamen aus dem Könighaus selbst: Ein Mitarbeiter soll "News of the World" verraten haben, dass die Herzogin von ausländischen Investoren Geld kassiert habe. Daraufhin traf ein Reporter der Zeitung sich zwei Mal ihr und tarnte sich als Geschäftsmann. Die Treffen wurden mit einer Kamera aufgezeichnet. Prinz Andrew habe von dem Deal nichts gewusst, so die Zeitung. Seine Exfrau behauptet in dem Video aber das Gegenteil. Sie habe ihm nach dem ersten Treffen in New York von dem Geschäftsmann erzählt.

In dem Video sagt die Herzogin: „500.000 Pfund, wenn Sie können, an mich, öffnen Türen (...) Sie werden das Zehnfache zurückbekommen." Als Vergütung für weitere Geschäfte verlangte Fergie, die Berichten zufolge kurz vor der Pleite stehen soll, ein Prozent Provision für jedes Geschäft, das mit Hilfe ihrer Kontakte ins Königshaus eingefädelt werde. Den Geschäftsmann rief sie außerdem dazu auf, ihre Wohltätigkeitsorganisation zu unterstützen.

Die Herzogin hatte die Regierung Ende 2008 schon einmal in eine schwierige Situation gebracht: Damals kam es zu diplomatischen Spannungen mit der Türkei, weil Sarah Ferguson heimlich einen Dokumentarfilm über schlimme Zustände in türkischen Waisenhäusern initiierte, mit ihrer Tochter begleitete und drehen ließ.

dpa/aze