Sarah Ferguson

Herzogin der Herzen

Das Verhältnis zu den Töchtern? Top. Karriere? Bestens. Soziales Engagement? Und wie. Für Fergie läuft es richtig gut

Sarah Ferguson

Sarah Ferguson

Es ist ein schmaler Grat

zwischen erfrischend bodenständig und vulgär - beides wurde Sarah Ferguson schon vom Windsor-Personal nachgesagt. Seit Jahren balanciert sie auf diesem Grat, mal rutscht sie aus, mal geht es gut. In jüngster Zeit allerdings, das müssen selbst kritische Briten zugeben, hält sie sich geradezu bravourös. Vor drei Wochen strahlte der TV-Sender ITV1 die vielbeachtete Dokumentation "Duchess and Daughters: Their Secret Mission" aus.

In wochenlanger Undercover-Recherche deckten Fergie und ihre beiden Töchter darin Missstände in türkischen Waisenhäusern auf - ein großer Erfolg, sogar die türkische Regierung reagierte. Stellenweise trugen die Yorks zwar ein wenig dick auf, etwa als Prinzessin Eugenie in die Kamera seufzte: "Mami sagt immer, dass Beatrice und ich sie mit allen Kindern dieser Welt teilen müssen."

Der englische Adelsexperte Patrick Handscomb prophezeit der Herzogin nun eine steile Fernsehkarriere: "Sie macht ihre Sache gut und hat Spaß dabei." Das passt zu der Selfmade-Frau. "Fergie hat verstanden, dass es bei beruflicher Selbstständigkeit weniger um Talent als um Motivation geht", sagt indes eine "Guardian"-Kolumnistin halb gehässig, halb anerkennend.

Mit ihren Töchtern Beatrice und Eugenie versteht sich Sarah blendend - In den USA wurde sie zur "Mother of the Year" gekürt

Mit ihren Töchtern Beatrice und Eugenie versteht sich Sarah blendend - In den USA wurde sie zur "Mother of the Year" gekürt

An Energie mangelt es der Duchess zumindest nicht. So feiert sie als Kinder- und Kochbuchautorin Erfolge und engagiert sich daneben sozial: Fergie setzt sich für notleidende Kinder ein, für Krebspatientinnen, für bedrohte Tierarten und übergewichtige Teenager. Egal was es ist, für sie gilt immer: Nicht lang schwadronieren, anpacken! Die Herzogin ist sich für nichts zu schade und erobert mit ihrem Einsatz nach und nach die Herzen ihrer Landsleute zurück.

Wird auch Zeit, nach zwölf Jahren Exil in den USA, wo sich die Weight-Watchers-Prinzessin schon bald großer Beliebtheit erfreute und mit Auszeichnungen wie "Mother of the Year" der Krebsgesellschaft bedacht wurde. Ihr guter Draht zur königlichen Familie kommt ihr da zugute: Mit Ex-Mann Andrew verbringt Fergie nach wie den Urlaub. Und die Töchter finden ihre Mom einfach cool. Weil sie mit ihnen Partys feiert, und weil sie ihnen trotz aller Eskapaden wie eine Löwin beisteht. Sogar Ex-Schwiegermutter Queen Elizabeth soll nach wie vor ein Fergie-Fan sein, heißt es - die bringe etwas frischen Wind in die staubigen Flure von Schloss Windsor. Gratwanderin Sarah Ferguson ist auf dem richtigen Weg.

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