Sandra von Ruffin
© Getty Images Sandra von Ruffin

Sandra von Ruffin Griechenland ist mehr als Meer und Gyros

Sandra von Ruffin ist die Tochter von Vicky Leandros. Mit einem Filmfestival will sie die griechische Heimat ihrer Mutter anders zeigen

Seien wir ehrlich: Unser Griechenlandbild hat sich in den vergangenen Jahren nicht gerade zum Positiven gewandelt. Genau das gab den Ausschlag für 25 Künstler und Griechenlandliebhaber, das erste griechische Filmfestival, die "Hellas Filmbox" ins Leben zu rufen. Auftakt ist an diesem Wochenende in Berlin, dann folgen weitere Stationen in Deutschland und Europa.

"Wir wollen die griechische Kultur publik machen"

"Wir wollen zeigen, dass es sehr viel Positives aus Griechenland zu sehen und zu erzählen gibt", erklärt Sandra von Ruffin, 29, gegenüber GALA. Die Schauspielerin ist Vize-Festivaldirektorin, und als Halbgriechin fühlt sie sich auch persönlich betroffen. "Wir wollen die griechische Kultur publik machen, eine Kultur, die fernab von Klischees, Vorurteilen und Stereotypen ist. Griechenland ist eben nicht nur Gyros, Tzatziki, Sorbas, Strand und Meer." Die Tochter von Vicky Leandros und Enno Freiherr von Ruffin wuchs auf Gut Basthorst vor den Türen Hamburgs auf und zog dann nach Berlin, wo sie während des Studiums auch Schauspielunterricht nahm. Die andauernde Wirtschaftskrise in der Heimat ihrer berühmten Mutter geht ihr nahe, wie Sandra von Ruffin erzählt: "Ich habe viele Freunde und Familie in Griechenland, und natürlich hört man viel und leidet mit." Umso begeisterter ist die Schauspielerin vom griechischen Film. "Ganz großes Kino ist unser Eröffnungsfilm ‚Klein England‘, der im Griechenland der Dreißigerjahre spielt und von zwei Schwestern handelt, die sich in den gleichen Mann verlieben."

Möchte Sandra von Ruffin jetzt in die Politik?

Bei so viel Engagement für die deutsch-griechischen Beziehungen liegt die Frage nahe, ob sich Sandra von Ruffin womöglich eine Karriere in der Politik vorstellen kann. Immerhin war ihre Mutter vor einigen Jahren mal Vizebürgermeisterin in Piräus und Stadträtin für Kultur und internationale Beziehungen. "Nein, ich möchte auf keinen Fall Politikerin sein, weder in Griechenland noch hier", sagt sie bestimmt. Eine gute Botschafterin gibt sie trotzdem ab.