Sally Menke
© WireImage.com Sally Menke

Sally Menke Tarantinos Cutterin tot aufgefunden

Sie wollte nur wandern gehen, kehrte aber nie zurück: Sally Menke, eine der erfolgreichsten Cutterinnen Hollywoods, wurde tot aufgefunden. Auch Quentin Tarantiono trauert: Menke war bei vielen seiner Filme für den Schnitt verantwortlich

Sally Menke, eine langjährige Freundin und Arbeitskollegin von Quentin Tarantino, wurde am Dienstagmorgen tot aufgefunden. Die 56-Jährige war am Montag mit einem Freund und ihrem Hund zum Wandern in den Griffith Park in Los Angeles aufgebrochen. Nach nur einer Stunde kehrte ihr Begleiter zurück. Die enorme Hitze - an diesem Tag herrschten bis zu 45 Grad in LA - hatte ihm zu sehr zu schaffen gemacht.

Zu diesem Zeitpunkt wurde Sally das letzte Mal lebend gesehen. Am Montagnachmittag alarmierten Familienangehörige dann die Polizei, da sie immer noch nicht zurückgekehrt war. Eine groß angelegte Suchaktion mit Hubschraubern und Spürhunden brachte die traurige Gewissheit: Nachdem die Ermittler erst ihr Auto unverschlossen auf dem Parkplatz vorfanden, wo sie es abgestellt hatte, fanden sie wenig später die Leiche der Frau nahe einer Schlucht - nur wenige hundert Meter von einigen Häusern entfernt.

Die Todesursache ist bislang noch ungeklärt. Es wird aber vermutet, dass Menke aufgrund des enorm heißen Wetters einen Kollaps erlitt und an den Folgen verstarb.

Sally Menke galt als eine der besten Cutterinnen Hollywoods. 1992 zeichnete sie sich für den Schnitt von Quentin Tarantinos erstem Film "Reservoir Dogs - Wilde Hunde" verantwortlich. In den laufenden Jahren wurden die beiden Freunde und arbeiteten auch immer wieder zusammen. So schnitt sie unter anderem auch "Pulp Fiction", "Jackie Brown", "Inglourious Basterds" und beide Teile von "Kill Bill".

Quentin Tarantino hat sich bislang nicht öffentlich zum Tod von Sally Menke geäußert. Kurz nach der traurigen Nachricht wurde aber bekannnt, dass er eine für Freitag geplante Party vorläufig abgesagt hat.

jgl