Ryan O'Neal
© WireImage.com Ryan O'Neal

Ryan O'Neal Er wettert gegen die Oscar-Academy

Ryan O'Neal macht seiner Enttäuschung darüber, dass in der Gedenkminute bei den Oscars nicht auch an seine Lebensgefährtin Farah Fawcett gedacht wurde, laut Luft. Seine Motive sind jedoch zweifelhaft

Ryan O'Neal ist enttäuscht von den Oscar-Verantwortlichen. Bei der im Rahmen der Preisverleihung üblichen Gedenkminute hat man seine Lebensgefährtin Farah Fawcett nämlich einfach ausgelassen. In einem Bilderreigen werden im vergangenen Jahr verstorbene Filmschaffende dem Publikum noch einmal ins Gedächtnis gerufen - nicht nur Schauspieler, sondern auch Beleuchter, Autoren und Regisseure. O'Neals Pressesprecher teilte mit, man sei sehr enttäuscht, dass Fawcett nicht erwähnt wurde.

Farah Fawcett, die im vergangenen Juni im Alter von 62 Jahren starb, war zwar in der TV-Serie "Drei Engel für Charlie" bekannt geworden und hatte hauptsächlich für das Fernsehen gearbeitet. Doch sie war auch in einigen Filmrollen zu sehen, zuletzt 2004 in "The Cookout", am relevantesten vermutlich in Robert Altmans "Dr. T and the Women" im Jahr 2000.

Dass Fawcett im In-Memoriam-Zusammenschnitt der Oscars 2010 nicht autauchte, stieß auch anderen sauer auf. Jane Fonda twitterte ihr Unbehagen in die Welt hinaus "Keine Farah Fawcett im Tribut? Note Sechs." Jane Fonda nimmt man das ab, bei Ryan O'Neal ist zumindest Vorsicht angesagt. Der langjährige Lebensgefährte von Fawcett hat sowohl den Hang dazu als auch ein Händchen dafür, mit der berühmten Verstorbenen Geld zu machen. Er soll derzeit eine weitere Dokumentation rund um sein Leben mit Fawcett planen, die gleichzeitig seinen drogensüchtigen und in Therapie befindlichen Sohn mit ins Spiel bringt. Verdächtig ist da, dass er nach seiner Academy-Schelte offenbar gerade auch mit der Paparazzi-Agentur X17 zusammenarbeitet, um seinen Ärger auch angemessen in alle Welt zu posaunen. Vielleicht alles schon Teil seines neuen Filmprojektes?

Die Medien bemängelten nach der Oscar-Show auch, dass die im April 2009 verstorbene Bea Arthur nicht berücksichtigt worden sei. Arthur war bekannt aus der TV-Serie "Golden Girls", hatte aber auch vereinzelt in Filmen mitgewirkt. Auf der anderen Seite war der nicht primär als Filmschaffende bekannte Michael Jackson bei dem Tribut zu sehen.

Leslie Unger, Pressesprecherin der Academy of Motion Pictures Arts and Sciences, hat inzwischen zu den Berichten Stellung genommen. Sie sagte der "Associated Press": "Es ist jedes Jahr eine traurige Tatsache, dass wir nicht alle berücksichtigen können." Ein Produzent der Show klagte schon im Vorfeld dem "People"-Magazin sein Leid. Das sei der schwierigste Moment der Showplanung, von einer Liste von 100 Leuten streiche man immer weiter herunter und müsse auch Leute auslassen, die dem Publikum gut bekannt seien.

cfu