Rupert Everett
© Wireimage.com Rupert Everett

Rupert Everett Feige Soldaten

Damit macht man sich keine Freunde: Rupert Everett schimpft auf britische Soldaten und bezeichnete sie als "heulende, pathetische Feiglinge"

Der englische Schauspieler Rupert Everett, bekannt aus vielerlei Gentleman-Rollen in historischen Filmen, hat jüngst heutige Soldaten mit denen aus dem viktorianischen Zeitalter verglichen und klar gemacht, wer diesen Vergleich seiner Meinung nach gewinnt. Heutzutage seien die Soldaten lediglich "pathetisch" und ständig am Jammern darüber, dass ihr Leben in Gefahr sei. Rupert sieht den Grund, zur Armee zu gehen, so: Es gehe weder um Schutz des Heimatlandes, Ehre oder den Wunsch, ein fremdes Land im Kampf zu unterstützen. Nein, im Grunde gehe es um die Sehnsucht getötet zu werden. Und wenn man dann ob dieses Risikos zur Heulsuse mutiere, sei das peinlich.

Der Vater des 49-Jährigen war selbst Major in der Armee. Hat das vielleicht etwas mit der strengen Sicht seines Sohnes zu tun?

Die Briten finden vielleicht einen kleinen Trost darin, dass der "Sternenwanderer"-Darsteller zum Rundumschlag ausholte und neben den heimischen Soldaten auch gleich die USA und ihre Regierung niedermachte: "Die Staaten gehen mir richtig auf die Nerven. Ihre Reaktion auf 9/11 und dann auch noch George Bush - echt, das ist eine wirklich aufgequollene Nation. Ihre Sprache entstammt vollständig zwei TV-Serien: 'Friends' und 'Sex and the City'. Dabei gibt es nichts, was noch sexy an ihnen wäre. Diese Blindheit gegenüber dem Rest der Welt war vielleicht attraktiv, als Amerika noch aufregend war, aber jetzt nicht mehr."

cqu

Ergänzung vom 10. Juni:
Einen Tag später hat Rupert Everett sich für seine "leichtfertigen und unverantwortlichen" Äußerungen entschuldigt: "Damals galt es als heldenhaft zu sterben. Heutzutage ist es einfach, was es ist. Jeder einzelne Todesfall ist ein tragischer Verlust... Ich möchte mich bei allen, die sich durch meine Bemerkungen angegriffen fühlen, ohne jegliche Einschränkungen entschuldigen", zitiert der "Sunday Telegraph" den Schauspieler.