Rose McGowan
© Getty Images Rose McGowan

Rose McGowan Sympathisantin der IRA

Rose McGowan hat mit Bekenntnissen zu ihrer Einstellung gegenüber der irländischen Terrorgruppe IRA für Furore gesorgt

Da hat sich Rose McGowan aber ganz schön in die Nesseln gesetzt: Die Schauspielerin befindet sich derzeit auf dem Filmfestival in Toronto, wo sie ihren neuen Film "Fifty Dead Men Walking" bewirbt. Dieser befasst sich mit dem wahren Fall von Martin McGartland, in dem Film gespielt von Jim Sturgess. Im Alter von 16 Jahren wurde der Ire in den 80er Jahren von der Polizei als Spitzel in die IRA eingeschleust. Vier Jahre lang gab er sich als Mitglied aus, bevor seine Tarnung aufflog und er entführt wurde. Diese Zeit steht im Mittelpunkt des Films, von dem sich der reale McGartland allerdings distanziert.

Rose spielt in "Fifty Dead Men Walking" Rosena Brown, eine auch heute noch engagierte und lange Zeit inhaftierte Kämpferin der Truppe. Für Furore sorgte Rose mit Aussagen, die ihre Einstellung zur "Irish Republican Army" angehen. Sie gab an, sich der IRA angeschlossen haben zu wollen, wenn sie zu der entsprechenden Zeit in Irland aufgewachsen wäre. Bei einer Pressekonferenz erzählte die 35-Jährige, die Thematik um die IRA hätte ihr Herz im Sturm erobert: "Gewalt ist sicher keine Lösung für alle Probleme, aber ich verstehe es", gab Rose zu.

Die Darsteller Rose McGowan, Ben Kingsley und Jim Sturgess von "Fifty Dead Men Walking" bei der Pressekonferenz in Toronto
© Wireimage.comDie Darsteller Rose McGowan, Ben Kingsley und Jim Sturgess von "Fifty Dead Men Walking" bei der Pressekonferenz in Toron

Reaktionen auf dieses Verständnis folgten prompt. Martin McGartland selbst meldete sich zu Wort und bezeichnete ihre Worte als "naiv": "Rose McGowans Kommentare waren gegenüber Opfern des IRA-Terrors beleidigend und sie sollte sich entschuldigen."

Ein nordirischer Unionist nannte Roses Worte schlicht '"dumm": "Als IRA-Mitglied wäre Fräulein McGowan sicher glücklich darüber gewesen, bei der Entführung, Folterung und Ermordung von Jean McConville dabei zu sein, einer Witwe und Mutter von zehn Kinder."

Und William Frazer, Vertreter der Opfer-Vereinigung "Fair" ging noch einen Schritt weiter: "Sie hätte sich wohl auch Al-Quaida angeschlossen und wäre in die 'Twin Towers' geflogen, wenn sie zufällig als verdrossene Muslimin geboren worden wäre."

cqu