Roman Polanski
© WireImage.com Roman Polanski

Roman Polanski USA fordern Auslieferung

Jetzt ist es offiziell: Die USA haben die Schweiz aufgefordert, den inhaftierten Regisseur Roman Polanski auszuliefern

Die schweizer Behörden haben die USA nun offiziell aufgefordert, Roman Polanski auszuliefern.

Wie "cnn.com" berichtet, hat die amerikanische Botschaft in Bern den Antrag Donnerstagnacht (22. Oktober) bei der schweizer Justizbehörde vorgelegt. Von dort aus soll die Anfrage in das Kanton von Zürich weitergeleitet werden, wo Roman Polanski inhaftiert ist.

Nach einer weiteren Anhörung vor Ort soll entschieden werden, ob der preisgekrönte Regisseur tatsächlich nach Amerika ausgeliefert wird. Er war am 26. September wegen eines Vergehens verhaftet worden, das 32 Jahre zurückliegt: 1977 soll Polanski eine 13-Jährige mit Alkohol gefügig gemacht und zum Sex gezwungen haben. Vor seiner Verurteilung flüchtete er aus den USA.

Die Anwälte des Regisseurs versuchen derweil, die Auslieferung zu verhindern. Einem Antrag, den 76-Jährigen auf Kaution freizulassen, gab das Gericht Anfang der Woche nicht statt - die Fluchtgefahr sei zu groß. Mitte Oktober musste Polanski in eine Klinik gebracht werden. Sein Anwalt Hervé Termime erklärte gegenüber der schweizer Zeitung "Blick", sein Mandant sei "moralisch und körperlich erschöpft". "Schon als ich ihn in der vergangenen Woche besuchte, hatte er ein kleines gesundheitliches Problem."

Angesichts der drohenden Auslieferung ist es allerdings kaum verwunderlich, dass Roman Polanski angeschlagen ist - immerhin drohen ihm bei einer Verurteilung mehrere Jahre Gefängnis.

gsc