Roman Polanski
© WireImage.com Roman Polanski

Roman Polanski Bald ein freier Mann

Roman Polanski hat allen Grund zur Freude: Der inhaftierte Regisseur wird am Freitag (4. Dezember) aus der Haft entlassen

Am 4. Dezember wird Roman Polanski aus dem Schweizer Bezirksgefängnis Winterthur entlassen. Danach steht erst einmal elektronisch kontrollierter Hausarrest auf dem Programm: Der Regisseur wird in sein Feriendomizil nach Gstaad überführt. Mithilfe eines Senders am Fußgelenk des 76-Jährigen, kann die Strafverfolgungsbehörde nachvollziehen, wo er sich aufhält. Trotz Arrest darf Roman Polanski Besucher empfangen und seinen Tagesablauf frei gestalten.

Sein Regisseur-Kollege Woody Allen, der als einer der ersten die Petition zur Freilassung Polanskis unterzeichnete, machte sich indessen erneut für Roman Polanski stark. In einem Interview anlässlich seines neuesten Werkes "Whatever Works" sagte er gegenüber "Spiegel Online", dass er die Inhaftierung seines Kollegen als verjährt ansieht: "Er führt seitdem ein geordnetes Leben, er dreht Filme, er bereichert die Kultur, er tut keiner Fliege was zuleide. Ist das nicht genug Resozialisierung? Kann irgendjemand besser schlafen, wenn man Polanski in einen Käfig sperrt? Es wäre sehr leicht gewesen, die Angelegenheit einfach zu vergessen!"

Dass Woody Allen sich auf Polanskis Seite schlägt, ist wenig verwunderlich, er führte selbst ein skandalträchtiges Leben: Seine Ehe mit Schauspielerin Mia Farrow zerbrach, als diese Nackfotos der gemeinsamen Adoptivtochter Soon-Yi bei ihm fand. 1997 heiratete er dann seine 36 Jahre jüngere Soon-Yi, mit ihr ist Woody Allen bis heute liiert. Wer weiß, vielleicht besucht der "Stadtneurotiker" Roman Polanski während dessen Hausarrest in der Schweiz.

jan

Update vom 17. Dezember:

In diesem Jahr wird Roman Polanski nicht mehr an die USA ausgeliefert, wie ein Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Justiz mitteilte.