Robbie Williams
© Getty Robbie Williams

Robbie Williams Hört endlich seinen Hilfeschrei!

Der selbstzerstörerische Lebenswandel fordert seinen Tribut: Der Star macht einen Entzug. Am Leben hat der gefeierte Sänger längst keinen Spaß mehr

Es kam für sie nicht unerwartet. Als sich Robbie Williams vorige Woche, an seinem 33. Geburtstag, in die Meadows-Klinik in Wickenberg, Arizona, begab, reagierte seine Mutter Janet erleichtert. "Das ist das beste Geschenk, das er sich machen konnte", sagte die 56-Jährige, die selbst als Drogenberaterin tätig ist.

In den vergangenen Monaten standen dem Sänger zunehmend seine "Dämonen" im Weg, wie er seine Sucht nach Tabletten und Genussmitteln nennt. "Es ist ein ewiger Kampf", erklärte Robbie erst vor Kurzem. "Ich gewinne Schlachten, aber nicht den Krieg." Dabei ist es vor allem Robbies krankhafte Angst, in Vergessenheit zu geraten, der unstillbare Wunsch nach Anerkennung, der ihn in die Sucht trieb. "Robbie schwankt zwischen Größenwahn und dem Gefühl, ein Nichts zu sein", so Freunde des Sängers in Los Angeles gegenüber GALA.

Um dagegen anzukämpfen, nahm Robbie täglich verschiedene Antidepressiva. Hinzu kam eine schwindelerregend hohe Dosis Koffein (pro Tag bis zu 36 doppelte Espresso und 20 Dosen "Red Bull") sowie 60 Zigaretten täglich.

Ein höchst gefährlicher Mix: "Die Pulsfrequenz erhöht sich dramatisch, das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, steigt um ein Vielfaches. Früher oder später tritt Herz-Kreislauf-Versagen ein", warnt Dr. Jochen Brack, Suchtmediziner an der Hamburger Asklepios Klinik Nord. Zudem ist Robbie durch die Pillen zunehmend vergesslich geworden: In jedem Zimmer seines Hauses steht eine Gitarre - sollte ihm eine zündende Melodie in den Sinn kommen. Doch oft kann er sich von einer Minute zur anderen nicht mehr daran erinnern.