Rihanna
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Rihanna Flucht ins Feiern

Rihanna versucht verzweifelt, sich den Schmerz von der Seele zu tanzen. Aber kann das so einfach funktionieren?

Nach dem brutalen Streit mit Chris Brown Anfang Februar sieht man Rihanna fast nur noch abends. Gestylt, geschminkt und manchmal auch beschwipst zieht sie um die Häuser - ohne Chris. Ihr Verhalten zeigt nach außen hin demonstrativ: Schaut her, mir geht's prima! Aber wie sieht es in ihrer Seele aus?

"Sie ist traumatisiert und wird alles tun, damit die Geschichte so schnell wie möglich keine Rolle mehr in ihrem Leben spielt", so ein Bekannter zum "Star Magazine". Aber kann man Schmerz und Scham wirklich einfach so wegtanzen? Rihanna scheint es jedenfalls zu versuchen.

Rihannas Party-Protokoll der letzten Wochen:

Am 10. März ging Rihanna das erste Mal nach dem dramatischen Streit wieder richtig auf die Piste. Bis vier Uhr morgens feierte sie im "Coco de Ville" in West Hollywood ihre verspätete Geburtstagsparty. Im Club setzte sie ihre Sonnenbrille nicht ein einziges Mal ab. Wegen noch sichtbarer Verletzungen? Sie soll von Wodka über eine Runde Kurze bis hin zum Champagner angeblich alles probiert haben.

Am 13. März amüsierte sich Rihanna mit ihrer Freundin Brandy in New York. Die beiden kicherten hysterisch im Auto und trafen sich mit Jay-Z und Beyoncé zum Dinner im "The Spotted Pig". Ein Gast berichtet laut "Ok!": "Sie hatte richtig gute Laune." Echte Freude oder aufgesetzter Spaß?

Am 14. März ging Rihanna mit Freunden ins In-Restaurant "Da Silvano" in New York. "Es war etwas merkwürdig, dass sie auch drinnen ihre Sonnenbrille trug - als ob das die Leute davon abhalten würde, sie anzustarren", so ein Augenzeuge zur "Daily News".

Am 19. März ließ sich Rihanna das erste Mal ohne Sonnenbrille blicken. Im Club "Les Deux" in Los Angeles feierte die Sängerin bis in die frühen Morgenstunden mit Katy Perry, Hayden Panettiere und Wilmer Valderrama. Party-Flirt inklusive. "Sie sucht nach diesem schlimmen, gewalttätigen Streit jetzt verzweifelt nach Selbstbestätigung", meint die Berliner Psychologin Konstanze Fakih.

Am 25. März speiste Rihanna zunächst im Promi-Japaner Nobu, flirtete diesmal angeblich mit Brody Jenner. Danach zog sie weiter - wieder ins "Les Deux" - zum therapeutischen Tanzen.

Eigentlich verständlich, schließlich sucht Rihanna Ablenkung und wünscht sich nichts sehnlicher, als den Kummer und die schlimmen Erfahrungen endlich vergessen zu können. Aber kann das so funktionieren? Die Psychologin Konstanze Fakih bezweifelt das: "Rihanna stürzt sich ohne Rücksicht auf ihre tieferen Gefühle ins Partyleben. Das ist nach so einem traumatischen Erlebnis problematisch. Denn es besteht die Gefahr, dass sie ihre seelischen Verletzungen einfach nur verdrängt." Die langfristigen Folgen sind nicht zu unterschätzen. "Es kann eine innere Leere entstehen, die sich durch nichts mehr füllen lässt. Rihanna sollte unbedingt richtig zur Ruhe kommen und sich dringend professionelle Hilfe holen."

Denn dann können nicht nur Rihannas äußere, sondern endlich auch ihre inneren Verletzungen verheilen.

Jessica Wagener