Prominente Großwildjäger: Juan Carlos + Donald Trump Jr.
© Splashnews.com, huntinglegends.com/huntinglegends Juan Carlos + Donald Trump Jr.

Prominente Großwildjäger Sie töten Tiere zum Spaß

Der Tod von Afrikas berühmtesten Löwen hat weltweit für heftige Reaktionen gegen die Trophäenjagd gesorgt. Doch die Großwildjagd ist auch für einige Prominente ein Hobby

Die Tötung des 13 Jahre alten Löwen Cecil aus dem Hwange-Nationalpark in Simbabwe hat in der vergangenen Woche weltweit Empörung ausgelöst. Dr. Walter Palmer, 55, ein Zahnarzt aus Minnesota, reiste zur Großwildjagd nach Afrika und tötete den berühmtesten Löwen des Landes. Hinterher posierte er auch noch mit der "Trophäe" und stellte die Bilder ins Internet. Das löste heftige Reaktionen gegen die Trophäenjagd aus.

Trophäensammler zahlen Tausende Dollar

Palmer ist mit seinem Hobby allerdings in prominenter Gesellschaft. Jagdtouristen aus aller Welt zieht es regelmäßig in die afrikanischen Länder. Die Trophäensammler zahlen dabei in der Regel Tausende Dollar, um beispielsweise einen Löwen erlegen zu können.

In der Vergangenheit haben mehrere prominente Jäger mit ihrem umstrittenen Hobby Aufsehen erregt.

König Juan Carlos

Der spanische König Juan Carlos I., 77, jagte am liebsten Elefanten in Botswana. 2012 kam sein Hobby durch einen Unfall des Königs ans Licht: Juan Carlos I. hatte sich bei seiner königlichen Safari die Hüfte gebrochen und musste für eine Notoperation sofort nach Spanien geflogen werden. Daraufhin erntete der Monarch heftige Kritik und entschuldigte sich öffentlich. "Ich habe einen Fehler gemacht", räumte der amtierende König damals ein.

Prominente Großwildjäger: Juan Carlos bei einer Jagdreise 2006
© Splashnews.comJuan Carlos bei einer Jagdreise 2006

Kendall Jones

Cheerleaderin Kendall Jones, 19, hingegen kennt kein Mitgefühl oder das Bewusstsein, etwas Falsches zu tun: Immer wieder stellt die Hobby-Jägerin aus Texas Bilder von getöteten Tieren auf ihre Facebook-Seite – und erntete damit ebenfalls einen heftigen Shitstorm. Das scheint Kendall Jones allerdings nicht zu irritieren. Sie reagierte mit einer Kampfansage an ihre Kritiker."Ich sage euch, ich werde NIEMALS aufhören", schrieb sie auf ihrer Facebook-Seite.

Donald Jr. und Eric Trump

Auch die Söhne des US-Milliardärs Donald Trump, 69, Donald Jr. , 37, und Eric Trump, 31, sind begeisterte Großwildjäger. Mit strahlenden Gesichtern posieren die Männer neben den Tieren, die sie in Afrika geschossen haben. Fotos von einer Jagdreise der Trump-Brüder aus dem Jahr 2011 zeigen sie mit toten Elefanten, Krokodilen oder Büffeln. Donald Trump Junior schnitt einem von ihn erschossenen Elefanten sogar den Schwanz ab. Für ein Foto posierte er mit der Trophäe in der einen Hand und dem Messer in der anderen.

Großwildjagd als wichtige Einnahmequelle in Afrika

In vielen afrikanischen Ländern ist die Trophäenjagd auf Großwild erlaubt. Dort ist die Jagd eine wichtige Einnahmequelle, mit der Millionenbeträge verdient werden. Die Jagdtouristen kommen meistens aus Europa oder aus den USA.

Nach der Tötung des berühmten Löwen Cecil in Simbabwe haben Behörden des Landes die Großwildjagd in der Region allerdings eingeschränkt. Das Jagen von Löwen, Leoparden und Elefanten in Gebieten, die an den Nationalpark grenzten, werde ab sofort ausgesetzt, erklärte die simbabwische Nationalparkbehörde am Samstag. Die Jagd werde nur noch nach einer schriftlichen Erlaubnis der Behörde und im Beisein von Parkpersonal gestattet.