Prinzessin Madeleine
© Dana Press Prinzessin Madeleine

Prinzessin Madeleine Hauptsache weg

Verliebt, verlobt, entlobt, verreist: Schwedens Prinzessin Madeleine hat die Verlobung mit dem Rechtsanwalt Jonas Bergström gelöst und ist in New York abgetaucht

Am Samstag (24. April) teilte der Hof in Stockholm auf seiner Website mit, dass Prinzessin Madeleine und ihr Verlobter Jonas Bergström künftig getrennte Wege gehen werden. Beide seien einvernehmlich zu dem Schluss gekommen, dass eine Trennung das Beste sei. Die Medien sollten diese schwierige Zeit jetzt nicht durch großen Druck noch schwieriger machen.

Zu diesem Zeitpunkt saß die 27-Jährige nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bereits in einem Flugzeug auf dem Flugplatz Arlanda. Sie wollte der zu erwartenden massiven Verfolgung durch Reporter und Fotografen entfliehen. Vergeblich: In der Maschine nach New York hatten sich Journalisten auf der Jagd nach der Prinzessin vorsorglich Plätze gesichert.

Offiziell gab das Königshaus keine Gründe für das Aus acht Monate nach der Verlobung bekannt. Medien hatten seit Jahresbeginn aber immer wieder von Problemen des Paares bis hin zum Auszug der blonden Prinzessin aus der gemeinsamen Stockholmer Stadtwohnung berichtet. Als dann die Klatschzeitschrift "Seg og Hoer" in der vergangenen Woche eine 21-Jährige namens Tora Uppström Berg mit Aussagen über ihre angebliche Affäre mit Bergström beim Après Ski zitierte, dauerte es nur wenige Tage bis zur Entlobung. Als dann nach dem Bericht die Trennung kam, bereute die Norwegerin bitter, was sie womöglich angerichtet habe: Sie sei naiv gewesen, habe für ihren Bericht 12.500 Kronen (1600 Euro) bekommen und würde alles am liebsten ungeschehen machen, ließ Berg mitteilen.

Bei der Verlobung im vergangenen Sommer hatte Victorias Schwester stolz ihren Verlobungsring in die Kameras gezeigt und begeistert vom Heiratsantrag ihres Auserwählten auf Capri erzählt. Bergström schwärmte, er sei unsterblich in die blauen Augen und das Lachen von Madeleine verliebt.

Danach kamen relativ schnell Berichte über die Trübung des Glücks: Bergström sei eigene Wege gegangen, habe in seiner Stockholmes Kanzlei zu viel gearbeitet und sei am Wochenende am liebsten mit Jugendfreunden losgezogen, während Madeleine zuhause saß.

Der Zeitpunkt dieses Eklats kommt für das Königshaus sehr ungelegen: Schweden fiebert der Hochzeit von Kronprinzessin Victoria und ihrem Ex-Fitnesstrainer Daniel Westling am 19. Juni entgegen, dem größten royalen Ereignis in Stockholm seit sich König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia an eben diesem Datum vor 34 Jahren das Ja-Wort gaben.

Gleichzeitig ist die gelöste Entlobung - selbst wenn sie die königliche Familie vielleicht vor zukünftigem Unbill bewahrt - auch eine Niederlage für König und Königin. Die waren von jeher darauf bedacht, Beziehungen ihrer Kinder aus der Öffentlichkeit herauszuhalten und eventuelle Kandidaten ausgiebig zu beobachten, bevor sie in irgendeine offizielle Verbindung zum Hof gebracht wurden. Alle drei Kinder führten lange Beziehungen - Prinzessin Madeleine und Jonas Bergström waren vor der Verlobung immerhin bereits sieben Jahre ein Paar. Prinz Carl Philip und Emma Pernald waren fast zehn Jahre lang ein Paar, bevor sie sich Anfang 2009 trennten. Prinzessin Victoria und Daniel Westling lieben sich schon acht Jahre.

Prinzessin Madeleine soll sich nun mit aller Macht ablenken wollen. Sie will zu ihrer Arbeit im New Yorker Büro von Königin Silvias Hilfsorganisation "World Childhood Foundation" zurückkehren. Für die Stiftung war die Prinzessin seit 2006 immer wieder neben ihrem Studium tätig. In New York verbrachte sie schon 2006 Zeit während eines Praktikums bei UNICEF, auch im Herbst 2009 war Prinzessin Madeleine längere Zeit für die New Yorker Stiftungszentrale auf Reisen.

jgl/cfu