Kronprinzessin Letizia
© Getty Kronprinzessin Letizia

Prinzessin Letizia Krank vor Kummer

Abgemagert, ausgezehrt: Es ist nicht zu übersehen, wie schlecht es Prinzessin Letizia von Spanien geht. Zum Glück steht Ehemann Kronprinz Felipe ihr bei

Es gibt zwei Arten, wie Menschen mit Sorgen umgehen:

Die einen greifen zu Schokolade und Chips und futtern sich Kummerspeck an. Den anderen schlägt das Leid auf den Magen, und sie können fast gar nichts mehr essen. Die spanische Kronprinzessin Letizia gehört eindeutig in die zweite Katego­rie. Vergangene Woche bei einem Galadinner für die philippi­nische Präsidentin in Madrid und bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft im asturischen Ribadesella registrierten Beobachter, wie ausgezehrt und abgemagert die 35-Jährige ist: Um ihren Mund zeichnen sich tiefe Furchen ab, Arme und Beine wirken streichholzdünn.

Die Spanierin schaut auf das wohl schlimmste Jahr ihres Lebens zurück. Anfang Februar wurde ihre Schwester Erika tot in ihrer Wohnung gefunden - wahrscheinlich brachte sich die 31-Jährige mit Beruhigungs­tabletten um. Bei der Trauerfeier auf einem Friedhof außerhalb Madrids brach Letizia, zu dem Zeitpunkt im siebten Monat schwanger, zusammen und musste von Kronprinz Felipe, 39, zum Wagen geführt werden. Statt kürzerzutreten, absolvierte die ehemalige Journalistin tapfer weiter offizielle Termine, schonte sich auch nach der Geburt von Tochter Sofia Ende April nicht.

Verschwindet fast hinter ihrer Schärpe: Prinzessin Letizia bei einem offiziellen Termin Anfang Dezember 2007
© Wireimage.comVerschwindet fast hinter ihrer Schärpe: Prinzessin Letizia bei einem offiziellen Termin Anfang Dezember 2007

Doch der Verlust ihrer Schwes­ter ist längst nicht verkraftet. Das merkte man vor zwei Wochen beim Trauergottesdienst für einen von der baskischen Terror­organisation ETA ermordeten jungen Polizisten. Hier musste Felipe seiner zerbrechlich wir­kenden Frau erneut beistehen. Als Letizia den Hinterbliebenen ihr Beileid aussprach, kämpfte sie mit den Tränen. Zu frisch scheint ihr eigener Schmerz noch zu sein.

Halt findet sie zum Glück nicht nur bei ihrem Ehemann, der bei offiziellen Terminen neuerdings sogar das Protokoll ignoriert, um Letizia aufmun­ternd zuzulächeln oder ihr über den Rücken zu streicheln. Auch die ganze Königsfamilie steht ihr zur Seite. Königin Sofia, 69, von der es heißt, sie habe ihre Schwiegertochter anfangs nicht sonderlich gemocht, unterstützt sie jetzt, wo sie kann. Kürzlich sah man die beiden sogar ge­meinsam über einen Weihnachtsmarkt in Madrid schlendern und Geschenke kaufen.

Natürlich möchte Letizia - allen Sorgen zum Trotz - ihren Töchtern Leonor, 2, und Sofia, 7 Monate, zu den Feiertagen eine Freude machen. Bleibt zu hoffen, dass die Kronprinzessin Zeit für besinnliche Stunden im Kreis ihrer Lieben finden wird. Und dabei auch selbst die Freude am Leben wiederentdeckt.