Prinzessin Diana
© Getty Prinzessin Diana

Prinzessin Diana Prozess abgeschlossen

Ohne Überraschungen ging der vermutlich letzte Prozess um den Tod der englischen Ex-Thronfolgergattin Diana zu Ende. Die Jury war sich zwar nicht einig, doch eine Mehrheit entschied

Britische Geschworene haben am Montag mit neun zu zwei Stimmen entschieden: Sie machen den Chauffeur Henri Paul und die das Auto verfolgenden Paparazzi für den Tod der Prinzessin von Wales verantwortlich. Gut sechs Monate dauerte der öffentliche Prozess vor dem Obersten Gericht in London. Insbesondere der Vater von Dianas Begleiter Dodi Al-Fayed hatte sich viel von dieser letzten Verhandlungsreihe versprochen. Auch zehneinhalb Jahre nach dem tragischen Unglück mag er nicht von seinen Verschwörungstheorien lassen.

Den zuständigen Richter und die Jury konnte Mohammed Al-Fayed jedoch nicht auf seine Seite ziehen. Ein Mordkomplott war vom Richter schon in der Vorwoche ausgeschlossen worden. Neun von elf Jurymitgliedern stellten nun, nach einwöchiger Beratung, fest: Der alkoholisierte Fahrer habe mit einem rücksichtslosen Fahrstil versucht, die auf Motorrädern folgenden Fotografen abzuschütteln und sei dabei gegen einen Pfeiler geprallt. Dies habe zur fahrlässigen Tötung der beiden Passagiere Diana und Dodi geführt.

Im Lauf der Untersuchung sagten in England und Frankreich mehr als 240 Zeugen aus, darunter ehemalige Angestellte, Freunde und Familie. Die Kosten für den Prozess, der kaum neue Erkentnisse brachte, sollen sich auf fast vier Millionen Euro belaufen.

cfu