Prinzessin Diana
© Getty Prinzessin Diana

Prinzessin Diana Ein Ende ohne Ende

Drei Jahre lang wurde der Unfall, in dem die britische Prinzessin Diana starb, von einer speziellen Kommission untersucht. Die legte nun ihren Abschlussbericht vor. Und es ändert gar nichts

Der Tod von Prinzessin Diana im Sommer 1997 war ein gewöhnlicher Verkehrsunfall. Zu diesem Ergebnis kommt die britische Untersuchungskommission nach drei Jahren Ermittlungsarbeit. 832 Seiten eng bedrucktes Papier dokumentieren die Arbeit der Ermittler, 20.000 Dokumente wurden gesichtet, rund 400 Zeugen vernommen. "Es gab keine Mordverschwörung", versicherte der ehemalige Scotland-Yard-Chef Lord Stevens der Presse und der Welt. Und bestätigte damit die damaligen Ermittlungsergebnisse der französischen Polizei. Daran glauben mag immer noch nicht jeder - zu aufregend klingt die Verschwörungstheorie, der britische Geheimdienst habe sich der unliebsam beliebten Exfrau des Thronfolgers Charles entledigt. Mohammed Al Fayed, Geschäftsmann und Vater des ebenfalls ibeim Unfall getöten Dodi Al Fayed warf Lord Stevens vor, ihn "betrogen" zu haben. Und auch die Briten, die sich in TV-Straßeninterviews äußern durften, wirkten teils skeptisch.

Dianas Söhne allerdings, die Prinzen William und Harry, hoffen auf ein baldiges Ende aller Spekulationen. Sie möchten im Zusammenhang mit ihrer Mutter nicht mehr von Verschwörungen, sondern von den geplanten stimmungsvolle Gedenkfeiern im kommenden Jahr hören. Auch Dianas Familie schloß sich dieser Hoffung an, sie sahen "hinreichende Beweise" im offiziellen Bericht.

Fahrer Henri Paul hatte in der Nacht des 31. August 1997 durch stark überhöhte Geschwindigkeit in einem Tunnel die Kontrolle über den Mercedes verloren. Der Wagen, in dem auch die Prinzessin mit ihrem Freund Dodi Al Fayed saß, prallte gegen einen Pfeiler. Ursache für das rasante Tempo waren sowohl die dem Wagen folgenden Fotografen wie auch die Tatsache, dass der 41-jährige Fahrer mit mehr als 1,7 Promille und unter Medikamenteneinfluss am Steuer saß. Der Tod der populären Prinzessin hatte überall auf der Welt Trauer ausgelöst.