Lady Diana
© Wireimage.com Lady Diana

Prinzessin Diana Die letzten 24 Stunden

Die Fakten sind nur so weit klar: Prinzessin Diana kam am 31. August 1997 in Paris bei einem Unfall ums Leben. Was aber passierte genau in jener Nacht vor zehn Jahren? Weshalb waren Diana und ihr Freund Dodi überhaupt nach Frankreich geflogen? Und hätte der Unfall vielleicht doch verhindert werden können?

Ein tragischer Unfall. Nicht mehr und nicht weniger.

Zehn Jahre nachdem die Prinzessin der Herzen in Paris ums Leben kam, lassen sich die Ereignisse der Nacht vom 30. auf den 31. August 1997 ziemlich genau rekonstruieren: Dianas und Dodis Aufbuch aus dem Ritz; die Fahrt in den Pont-de-L'Alma-Tunnel, verfolgt von Paparazzi; der Zusammenprall ihres Wagens mit dem 13. Pfeiler; Dodi und der Fahrer sind auf der Stelle tot; Diana stirbt wenig später im Krankenhaus Pitié-Salpêtrière.

Im Gedenken an Lady Diana und Dodi al Fayed
© GettyIm Gedenken an Lady Diana und Dodi al Fayed gibt es beispielsweise solche Schmuckstücke

Tausende Seiten umfasst die Akte Diana. Die französische Polizei hat sechseinhalb Jahre ermittelt, die britischen Behörden, geleitet von Lord Stevens, dem früheren Chef der Metropolitan Police, zwei weitere. Alle kamen zum selben Ergebnis: Das Auto fuhr zu schnell, der Fahrer verlor wegen erhöhten Alkoholpegels die Kontrolle, Diana war nicht angeschnallt. Mit angelegtem Sicherheitsgurt hätte sie womöglich überlebt. Verschwörungstheorien ranken sich trotzdem um Dianas tragischen Tod, auch heute noch. Ungereimtheiten finden sich zuhauf: War der Fahrer wirklich betrunken? Streifte der Mercedes einen weißen Fiat, der dann verschwand? War Diana schwanger oder nicht?

Einer, der die Gerüchteküche einheizt wie kein zweiter, ist Dodis Vater Mohamed al Fayed, 74. Er ist überzeugt, dass Diana und Dodi nicht bei einem Unfall ums Leben kamen, sondern ermordet wurden. Er vermutet einen Komplott des britischen Geheimdienstes MI6, für den seiner Meinung nach auch der Fahrer Henri Paul arbeitete. Seine Theorie: Das Establishment - und dazu zählt er auch die englische Königsfamilie - wollte eine Hochzeit zwischen Diana und einem Muslim verhindern.

Die Memorial-Statue im Harrod´s
© Wireimage.comDie Memorial-Statue im Kaufhaus Harrod's in London, das Dodi al Fayeds Vater gehört

Al Fayed, der Chef des Londoner Kaufhauses Harrod's, scheut keine Kosten und Mühen, die Wahrheit - seine Wahrheit - ans Licht zu bringen. Weil er den englischen und französischen Behörden nicht traut, lässt er den Fall vor einem zivilen Gericht in London erneut aufrollen. Am liebsten würde Al Fayed auch die Queen und Prinz Philip vorladen und zur Aussage zwingen lassen. Doch dieses Ansinnen hat Lord Justice Scott Baker, der die Untersuchung leitet, bereits abgelehnt. Anfang September sollen die nächsten Anhörungen stattfinden, die eigentliche Verhandlung beginnt im Oktober. Was auch immer dabei rauskommen wird, eines steht jetzt schon fest: Den Spekulationen um Dodi und Diana wird kein Urteil ein Ende setzen können.

Rückblick: Lesen Sie auch Teil 1 der "Akte Diana": "Das schwere Erbe der Prinzen" . In der GALA vom 6. September finden Sie dann den letzten Teil der Serie: Dianas Erbe - Wer profitiert vom Hype um die Prinzessin?