Prinz Harry von England Einsatz abgesagt

Letztlich konnte er seinen Kopf doch nicht durchsetzen: Prinz Harry von England darf nicht mit seinen Kameraden zum gefährlichen Einsatz im Irak

Die Abreise stand kurz bevor. Es sah ganz so aus, als ob der junge britische Prinz Harry seinen Kopf durchgesetzt hätte und mit seinen Kollegen Dienst an der Front im Irak schieben könnte. Doch jetzt entschieden seine Chefs: Der Prinz muss zuhause bleiben. Zu brenzlig sei die Situation vor Ort für ihn selbst, immerhin Nummer Drei der britischen Thronfolge, und auch für seine Kameraden. Ein hochrangiger Militärvertreter sagte, es habe konkrete Terrordrohungen gegen Prinz Harry gegeben. Aufständische hatten in den letzten Wochen gedroht, Jagd auf den prominenten Soldaten zu machen. Als Entführungsopfer wäre Harry äußerst wertvoll - zu gefährlich, entschied das Verteidigungsministerium. Harrys Regiment, die "Blues and Royals", rücken diesen Monat also ohne ihn aus.

Der 22-jährige Harry war enttäuscht von der Entscheidung. Er hatte alles daran gesetzt, bei dem Einsatz "wie ein normaler Soldat" dabei zu sein. Das Pressebüro seines Vaters, Prinz Charles, verkündete, Harrys Gedanken seien bei seinen Kameraden, er werde aber auf jeden fall an seiner Militärlaufbahn festhalten.

Die militärische Führung versucht, diesen Einsatz des Prinzen zu honorieren. In britischen Zeitungen ist die Rede davon, dass man Harry vielleicht zu UN-Einsätzen in Afrika oder Bosnien schicken oder ihn in ein anderes Regiment versetzen und nach Afghanistan entsenden könne. In London könnte es auch langweilig für den geselligen Harry werden: Die Zeitung "Sun" berichtet, man habe ihm für die nächsten Monate von seinem ausufernden Partyleben abgeraten. Dahinter steckt die Angst vor Negativschlagzeilen, sollte einem Regimentskollegen während des Einsatzes etwas zustoßen. Kein Kampfeinsatz, kein Trost durch Partys - da kann wohl nur noch Freundin Chelsy helfen, die schon bald zu Harry eilen will, um den unglücklichen Prinzen zu trösten.