Prinz Harry
© Getty Images Prinz Harry

Prinz Harry Prinz Peinlich

Jetzt reicht's: Prinz Harry hat den Bogen zu oft überspannt, muss deshalb zum Anti-Diskriminierungs-Kurs - und das nicht zum ersten Mal

Das hat er nun davon: Nach seinen ausländerfeindlichen Äußerungen und Aktionen muss Prinz Harry beim Militär an einem Anti-Diskriminierungs-Kurs teilnehmen - und das nicht zum ersten Mal. Die Nachrichtenagentur "AFP" vermeldet, dass der 24-Jährige diesen "zur Auffrischung" wiederholen müsse. Kein Wunder bei seinen etlichen Skandalen in der Vergangenheit.

Jüngster Aufreger sind seine rassistischen Äußerungen gegenüber einem britischen Komiker mit offensichtlichem Migrationshintergrund. Erst jetzt wurde bekannt, dass Harry einen Auftritt von Stephen K. Amos im November letzten Jahres unangemessen kommentierte: "Du hörst dich gar nicht an wie ein schwarzer Kerl." Diesen Spruch musste sich der Komödiant nach seiner Show zum 60. Geburtstag von Prinz Charles gefallen lassen. Eine Stellungnahme vom Rüpel-Prinzen gibt es bisher nicht. Royal-Experte Patrick Handscomb schätzt allerdings: "Dem Palast wird wieder nichts anderes übrig bleiben als sich zu entschuldigen."

Erst vor einem Monat hatte die Nummer drei der britischen Thronfolge mit einem umstrittenen Videoband für Schlagzeilen gesorgt. Auf dem von ihm selbst gedrehten Film von 2006 äußerte er sich eindeutig rassistisch. Bei einem Militäraufenthalt in Afghanistan lief Prinz Harry durch das Camp und machte sich gleich über zwei Kameraden lustig. Zu einem aus Pakistan stammenden Soldaten sagte er abschätzend "Paki", zu einem anderen, der ein Tarnnetz auf dem Kopf trug, "raghead" – ebenfalls eine Beleidigung für Araber.

Dieses Bild ging um die Welt. Prinz Harry beim Kostümfest mit Hakenkreuz-Armbinde.
© Getty ImagesDieses Bild ging um die Welt. Prinz Harry beim Kostümfest mit Hakenkreuz-Armbinde.

Die Empörung darüber war ähnlich groß wie bereits im Januar 2005. Damals trug der Sohn von Lady Di auf einem Kostümfest eine Uniform mit Hakenkreuz-Armbinde und entschuldigte sich widerwillig: "Es tut mir sehr leid, wenn jemand daran Anstoß genommen hat. Das Kostüm war die falsche Wahl." Weitere Folgen hatte sein Fehlverhalten nicht - noch nicht. Denn wegen des brisanten Filmmaterials bekam er, trotz offizieller Entschuldigung, einen Eintrag in seine Armee-Akte. Das meldete die "BBC". Dieser werde allerdings nach ein paar Jahren wieder gelöscht und wirke sich nicht zwangsläufig negativ auf Harrys militärische Karriere aus.

Zunächst wird der Party-Prinz jedenfalls erneut die Schulbank drücken und den Anti-Diskriminierungs-Kurs besuchen. Diesen müssen alle Offiziersanwärter der Armee laut AFP routinemäßig absolvieren. Dabei soll den Soldaten unter anderem beigebracht werden, "aufzupassen, was sie sagen", hieß es aus Armeekreisen. Das tut Prinz Harry dann hoffentlich endlich auch - schließlich heißt es nicht umsonst: "Doppelt hält besser".

Maria Kufeld