Prinz Harry
© Wireimage.com Prinz Harry

Prinz Harry Der Kater ist sein bester Freund

Prinz Harry betrunken oder mit Brummschädel: So mögen ihn die Kumpels, so sehen ihn die Briten. Suchtexperten schlagen Alarm

Dieser dumme Junge,

wird Prinz Charles gemurmelt haben, als Sohnemann Harry auf Vaters Fünfzigstem sternhagelvoll und splitterfasernackt über die Gänge von Schloss Highgrove flitzte. Zum Entsetzen aller anwesenden Gäste. Okay, Harry war damals 14, was den Vorfall zwar nicht besser, aber doch irgendwie verzeihlich machte. Das erste Mal zu tief ins Glas geschaut, dann ausgeflippt. Solche Jugendsünden können passieren. Sogar einem Royal.

Was 1998 allerdings keiner ahnte: Knapp zehn Jahre später hat sich die Lage nicht beruhigt, sie hat sich zugespitzt. Harry betrunken, Harry nackt, nuckelnd am Wodka und an den Brustwarzen seiner Saufkumpane. Solche Szenen schockieren heute nicht mehr eine ausgewählte Gästeschar, die schweigen kann, sondern die ganze Welt. Der mittlerweile 23-Jährige scheint die Kontrolle über sich selbst verloren zu haben.

Beim Feiern mit P.Diddy und Kanye West
© Wireimage.comBeim Feiern mit P.Diddy und Kanye West

Suchtexperten schlagen in der englischen Presse bereits Alarm: "Harry muss sich in eine Therapie begeben! Sein Alkoholkonsum ist bedrohlich hoch." Doch Prinz Charles hofft offenbar noch, seinen Jüngsten durch Missachtung kurieren zu können. Und auch Harrys Oma, die Queen, sonst immer um Zucht und Ordnung bemüht, schweigt.

Dabei dürfte ihnen längst klar sein, dass der Dritte in der britischen Thronfolge Hilfe braucht. Was spätestens sein jüngster "Feierabend" - nach dem Rugby-WM-Finale in Paris - bewies: Wer in einer Nacht eine Flasche "Grey Goose"-Wodka in sich hineinschüttet, am nächsten Tag zum Katerfrühstück Bier bestellt und schließlich die letzten Bissen Rührei mit einigen Gläsern Weißwein runterspült, ist nicht ein beneidenswert abgehärteter Typ, so einer hat ein echtes Problem. Erst vor wenigen Wochen tauchte ein Video auf, das His Royal Highness in Südafrika beim Wodkaschnupfen zeigt. Durch die Nase, direkt in die Blutbahn. Partyspäßchen sehen anders aus - und sie bleiben die Ausnahme. Harry dagegen kippt harte Drinks in immer schnellerem Rhythmus.

Der junge Prinz Harry schaut seinen Freunden beim Tanzen auf dem Tresen zu
© FreitextDer junge Prinz Harry schaut seinen Freunden beim Tanzen auf dem Tresen zu

In Londoner Clubs wie dem "Boujis", dem "Amika" und dem "Mahiki" bringt man dem Stammgast die Getränke längst unaufgefordert an den Tisch. Man weiß, was er wünscht. Nur die gewünschte Menge ändert sich. Bei jedem Besuch wird es mehr. Natürlich könnte Prinz Charles, wenn nicht als Windsor, dann als Papa ein Machtwort sprechen. Aber er ist schwach und Harry dickköpfig. Vor einigen Jahren schickte Charles seinen Sohn tatsächlich mal in die Londoner Suchtklinik "Featherstone". Harry hatte ihm zuvor einen Haschisch-Trip gebeichtet, der insgesamt wahrscheinlich länger dauerte als dann der Entzug. Nach nur einem Tag verließ der junge Prinz das Zentrum. Heute würde er wohl höchstens noch auf seine Freundin Chelsy hören. Nur feiert die genauso exzessiv wie er.