Prinz Charles Ein schlechtes Vorbild

Der Thronfolger hat sich mächtig Ärger mit britischen Umweltschützern eingehandelt. Eine überflüssige Reise in die USA ist den Aktivisten ein Dorn im Auge. Sie fordern den Prinzen zu mehr Rücksicht auf

Prinz Charles droht Ärger mit britischen Umweltschützern. Sollte sich der Thronfolger nicht gegen eine Flugreise zur Verleihung des Umweltschutzpreises "Global Environmental Citizen Prize" entscheiden, wollen ihn Aktivisten mit einem "Preis für grüne Heuchelei" auszeichnen. Sie kritisieren vor allem, dass er zur Entgegennahme der Auszeichnung in 19-köpfiger Begleitung in die USA fliegen wolle. Neben der hohen Kohlendioxidbelastung der Atmosphäre werden zudem die Kosten der Tickets im Wert von 172.000 Euro bemängelt. Der Palast lässt sich von den Vorwürfen jedoch nicht beunruhigen: Prinz Charles habe Ende Januar einige offizielle Termine zu absolvieren, reise also nicht alleine wegen der Preisverleihung nach Amerika, verteidigten seine Sprecher den Flug.

Wohl im Zuge dieser Unstimmigkeiten hat der Thronfolger seinen diesjährigen traditionellen Skiurlaub in der Schweiz abgesagt. Wie die Tageszeitung "Daily Telegraph" mutmaßte, sei diese Entscheidung auf den Umweltschutz-Einsatz des Prinzen zurückzuführen. Er verzichtet deshalb auf den 75-minütigen Flug in die Schweiz.