Prinz Charles Der Jungfrauenschreck

Ein kurioses Gesetz macht den Thronfolger zum Schürzenjäger. Er darf mit walisischen Bräuten in ihrer Hochzeitsnacht schlafen. Von diesem Recht möchte der Prinz jedoch keinen Gebrauch machen

Das wird Camilla aber gar nicht gefallen. Prinz Charles hat mit dem Erwerb eines walisischen Grundstücks ein ganz besonderes Recht erhalten. Das "Gesetz der ersten Nacht" von 1833 erlaubt dem Landeigentümer, noch vor dem Bräutigam die Hochzeitsnacht mit dessen Ehefrau zu verbringen. Dieses Kuriosum ist ein Überbleibsel des mittelalterlichen Feudalrechtssystems. Der Eheman kann nur durch die Zahlung von zehn Shilling - umgerechnet 50 Pence - das Bettrecht aufheben. Ein Sprecher des Königshauses versicherte, dass der Prince of Wales von diesem Vorrecht jedoch keinen Gebrauch machen werde.

Die 23-jährige Emma Thomas aus dem Nachbardorf Myddfai plant für Februar ihre Hochzeit. "Es ist wohl eher unwahrscheinlich. Wäre heutzutage ja nicht sehr politisch korrekt. Mein Verlobter wäre auch nicht begeistert. Er würde Charles ordentlich die Kappe waschen", so die Bauerntochter gegenüber dem englischen "Daily Star". Scheinbar möchte sich nicht jede Frau dem Prinzen bedingungslos hingeben.