Brad Pitt und Angelina Jolie
© Getty Brad Pitt und Angelina Jolie

Pitt + Jolie Sie folgen dem Lockruf des Südens

Angelina Jolie und Brad Pitt lassen Los Angeles hinter sich - zugunsten einer zerstörten Stadt, die auf ihre Unterstützung baut. Und wie um zu beweisen, dass es ihnen ernst ist, haben die beiden in New Orleans gleich eine Villa gekauft

Das historische "French Quarter" von New Orleans ist Anziehungsounkt für Touristen. Mit der Jolie-Pitt-Familie als Bewohner sicherlich noch viel mehr
© GettyDas historische "French Quarter" von New Orleans ist Anziehungsunkt für Touristen. Mit der Jolie-Pitt-Familie als Bewohner sicherlich noch viel mehr

Die berühmtesten Nomaden der Welt

sind sesshaft geworden. Und wie bei Angelina Jolie, 31, und Brad Pitt, 43, nicht anders zu erwarten war, hat sich das Paar als künftigen Lebensmittelpunkt einen für Hollywoodstars eher ungewöhnlichen Ort ausgesucht: New Orleans. "Wir lieben die Stadt und freuen uns riesig auf unser Leben dort", schwärmte die Schauspielerin bei den "Golden Globes" einer Reporterin von "US Weekly" vor. Und bestätigte indirekt, dass der Umzug keine vorübergehende Laune ist: "Die Kinder werden dort zur Schule gehen." Die zweijährige Zahara kommt auf eine Vorschule, während Maddox, 5, ein französischsprachiges Privatinstitut besuchen soll. Sogar ein passendes Domizil ist bereits gefunden. In der Governor Nicholls Street im hippen French Quarter erwarb das Paar am 2. Januar für umgerechnet 2,9 Millionen Euro eine weiß-getünchte Villa im typischen Südstaatenstil. Der Clou des Anwesens, das von der Straße aus eher unauffällig wirkt, ist ein üppig bepflanzter Innenhof mit Gästehaus. Vor neugierigen Blicken ist die Familie dort bestens geschützt - eine hohe Mauer umgibt das Gelände.

Warum New Orleans? Diese nahe liegende Frage beantwortete Brad Pitt gleich selbst: "New Orleans ist weit weg von Los Angeles. Dort können unsere Kinder in Ruhe aufwachsen." Der Hollywood-Rummel, so berichten Freunde der beiden, hätte vor allem Angelina Jolie zunehmend genervt. Vom Alltag im "Big Easy" erhofft sich das Paar daher vor allem eins: Normalität. Dazu gehört, dass man zum Essengehen kein Drei-Sterne-Restaurant, sondern lieber die Kneipe um die Ecke wählt. Solch unspektakuläre Orte wie die "Abbey Bar" etwa, in der Angelina Jolie Mitte Januar beim Whisky-Cola-Trinken mit ein paar Freundinnen gesichtet wurde. Oder wie der Pub "Gordon Biersch Brewery", in dem Brad Pitt gerne zum Footballgucken am Tresen abhängt. Auch die Kinder haben bereits ein Lieblingslokal gefunden: den Italiener "Angeli on Decatur", der sich der besten Pizzen und Chicken Wings im French Quarter rühmt. Für New Orleans könnte sich der berühmte Neuzugang als wahrer Segen erweisen. Die noch immer von den Folgen des Hurrikans "Katrina" gebeutelte Stadt hofft durch die prominenten Zugpferde auf einen kräftigen Aufschwung der Tourismusbranche.

Den könnte die einstige Jazzmetropole gut gebrauchen. Die Besucher bleiben auch eineinhalb Jahre nach der Katastrophe weitgehend aus. Des weiteren, so hoffen viele Bürger, könnte sich die Präsenz des prominenten Paares positiv auf die Wiederaufbaumaßnahmen auswirken, die vielerorts nur schleppend vorangehen. Für ihre neue Heimat machen sich beide Stars längst stark. Angelina sagte gerade einer Einrichtung für benachteiligte Jugendliche ihre Unterstützung zu, und Brad initiierte bereits im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Umwelt-Organisation "Global Green USA" ein ökologisches Hausbauprojekt. Ab März sollen auf einem 6000 Quadratmeter großen Gelände am Mississippi 18 Häuser, ein Gemeindezentrum und eine Kindertagesstätte entstehen. Brad Pitt schafft auf gewisse Weise sogar noch mehr Arbeitsplätze: Sein Film "The Curious Case Of Benjamin Button", für den er seit November mit Cate Blanchett in New Orleans vor der Kamera steht, ist mit einem Budget von 115 Millionen Euro eine der aufwendigsten Produktionen, die je im Bundesstaat Louisiana umgesetzt wurden. Es geht also voran. Dank Angelina Jolie und Brad Pitt, einem Duo, das jedem Sturm standhält.