Paul Walker: Meadow Walker, Paul Walker
© facebook.com/pages/Meadow-Walker/276817849161779 Meadow Walker, Paul Walker

Paul Walker Seine Tochter verklagt Porsche

Zwei Jahre nach dem tragischen Tod von Paul Walker verklagt seine 16-jährige Tochter den Hersteller des Unfallautos

"Fast & Furious"-Darsteller Paul Walker starb am 30. November 2013 bei einem schweren Autounfall. Seine Tochter ist der Überzeugung, dass ihr Vater noch leben könnte, wäre der Porsche Carrera GT, in dem er zu Tode kam, besser ausgestattet gewesen. Deshalb haben die Anwälte der 16-Jährigen nun Klage wegen widerrechtlicher Tötung gegen den Autohersteller eingereicht.

Walker überlebte den Aufprall

In der Klageschrift, die "TMZ" vorliegt, wird behauptet, dass der 40-Jährige den Aufprall gegen einen Baum überlebt hatte, jedoch durch seinen Gurt auf dem Beifahrersitz gefangen war und verbrannte. Sein Freund Roger Rodas saß am Steuer und kam ebenfalls ums Leben.

Die Anwälte sind sicher, dass der Gurt "Walkers Oberkörper mit einer Kraft von Tausenden Pfund nach hinten riss und dabei seine Rippen und Becken brach".

Das Feuer soll erst eine Minute und 20 Sekunden nach dem Aufprall ausgebrochen sein. Dass Walker da noch gelebt habe, beweise der Ruß, den er eingeatmet hatte.

Langsamer unterwegs als Ermittler behaupten

Des Weiteren sei der Unfallwagen nicht wie von den Ermittlern, die das Unglück untersuchten, behauptet mit bis zu 150 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen, sondern zwischen 101 und 114 km/h, als Rodas die Kontrolle verlor. Mit einem Stabilisationssystem hätte das Ausbrechen des Fahrzeugs laut der Anklage verhindert werden können. Meadow Walkers Anwälte behaupten weiter, dass die "Geschichte mit Instabilität und Kontrollproblemen" des Carrera GT bei Porsche bekannt sei.

Außerdem macht die Klage auf eine ungenügende Türverstärkung und unsichere Tankleitungen bei aufmerksam. Jeff Milam, einer von Meadow Walkers Anwälten, sagte zu "TMZ": "Die Quintessenz ist, dass der Porsche Carrera GT ein gefährliches Auto ist und nicht auf die Straße gehört. Und wir sollten nicht ohne Paul Walker und seinen Freund Roger Rodas sein."

Klage von Roger Rodas' Ehefrau

Die Klage von Meadow Walker ähnelt der, die Roger Rodas' Ehefrau bereits im Mai 2014 gegen Porsche einreichte. Damals schob der Autohersteller die Schuld auf Fahrer Rodas, der "sich selbst und andere einer Gefahr ausgesetzt hat."