Paris Jackson
© Getty Images Paris Jackson

Paris Jackson - Michael Jackson Abschiedsworte an Daddy

Paris Jackson, die 11-jährige Tochter von Michael Jackson, richtete auf der Trauerfeier rührende Worte an ihren verstorbenen Vater - ein Auftritt, der nun für scharfe Kritik und Diskussionen sorgt

Gestern (7. Juli) fand im "Staples Center" von Los Angeles die große Gedenkfeier zu Ehren von Michael Jackson statt. Viele bewegende Beiträge rührten die Zuschauer vor Ort und an den Bildschirmen zuhause zu Tränen. Der ergreifendste aller Momente war allerdings der, als die elfjährige Tochter von Michael Jackson, Paris, zum Mikrofon griff. "Ich wollte nur sagen: Seitdem ich geboren bin, war Daddy der beste Vater, den man sich vorstellen kann. Ich wollte nur sagen: Ich liebe ihn so sehr." Daraufhin brach das dunkelhaarige Mädchen, das mit vollem Namen Paris Michael Katherine heißt, in Tränen aus und vergrub ihr Gesicht an der Schulter ihrer Tante Janet Jackson.

"Oh mein Gott", schrie eine Frau im Publikum, als sie die herzzerreißende Liebeserklärung von Paris an ihren Vater hörte und für viele Menschen, die die Trauerfeier sahen, war dies der Moment, an dem spätestens die Tränen flossen.

Paris Katherine Jackson
© Getty ImagesParis Katherine Jackson weint, während sie die letzten Worte an ihren Vater richtet

Allerdings gibt es mittlerweile auch viele Stimmen, die die Jackson-Familie für den Auftritt der kleinen Paris scharf kritisieren. In diversen US-Medien melden sich Kinder-Psychologen zu Wort, die es unverantwortlich finden, eine 11-Jährige unter derartigen Umständen vor einem Millionenpublikum sprechen zu lassen. Psychologin Linda Blair gibt laut "contactmusic" zu bedenken: "So ins Rampenlicht gezogen zu werden, wie es bei Paris passiert ist, kann sehr traumatisch sein. Und wenn ein Kind unter Schock steht, so wie Paris seit dem Tod ihres Vaters, dann ist es das Wichtigste, alles so normal wie möglich zu halten. Aber hier ist offensichtlich genau das Gegenteil passiert."

Und auch unter den Familienangehörigen des Jackson-Clans soll es angeblich Unstimmigkeiten darüber gegen haben, ob man Paris auftreten lassen solle oder nicht. Während Janet, LaToya und Marlon Jackson es wichtig fanden, Paris ein paar Worte an ihren Vater richten zu lassen, sollen sich Randy und Jermaine Jackson zuvor ausdrücklich dagegen ausgesprochen haben.

Für die meisten Menschen, die die Trauerfeier verfolgt haben, mag es überraschend gewesen sein, Michael Jacksons Kinder, die in den letzten Jahren systematisch aus der Öffentlichkeit ferngehalten wurden, plötzlich so greifbar nah zu erleben. Spätestens die kleine Ansprache von Paris Jackson hat dem Mythos um die Kinder des "King of Pop" endlich ein Gesicht gegeben.

Ob es für die Tochter von Michael Jackson ein traumatisches Erlebnis war, vor einem Millionenpublikum ein paar letzte Worte an ihren Vater zu richten oder ob es eventuell sogar befreiend war, auf diese Art und Weise ihrer Trauer Luft zu machen, wird nur Paris Jackson selbst wissen.

rbr

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