Ethan und Joel Cohen
© Wireimage.com Ethan und Joel Cohen

Oscar 2008 Zwei Brüder als Sieger

Die Oscars sind vergeben, die Coen-Brüder Joel und Ethan sind mit ihrem Düsterthriller "No Country for Old Men" die großen Gewinner des Abends - drei Mal durften sie auf die Bühne, und auch Darsteller Javier Bardem wurde mit einem Goldjungen bedacht

Vier Oscars in wichtigen Kategorien machten den düster-lakonischen Thriller "No Country for Old Men" zum Gewinner des Abends und seine Schöpfer Ethan und Joel Coen (Oscars für adaptiertes Drehbuch, Regie, Produktion) zu den Männern mit den meisten Laufmeilen im Saal. Sie nahmens aber locker und versicherten, sie fühlten sich auch als Oscarhelden immer noch wie Kinder beim Spielen im Sandkasten.

Dreimal Oscar-gekrönt: Ethan und Joel Coen
© Wireimage.comDreimal Oscar-gekrönt: die Multitalente Ethan und Joel Coen

Javier Bardem nahm für seine Rolle als Mörder mit dem Bolzenschussgerät in dem Streifen ebenfalls einen Oscar mit nach Hause. Er wurde als bester Nebendarsteller geehrt, bedankte sich zunächst brav auf Englisch, um dann noch in einigen hastigen Sätzen auf Spanisch seiner begleitenden Mama zu danken. Die strahlte und war stolz auf den erfolgreichen Sohn.

Der Sieg in der Kategorie "Hauptdarsteller" wurde von Lady Helen Mirren ganz unspektakulär verkündet - kaum waren die Nominierten genannt und eingeblendet, verkündete sie auch schon den erwarteten Sieg von Daniel Day-Lewis im Wirtschafts-Psychodrama "There will be Blood". Ganz cool nahm der seine Trophäe entgegen, er hatte dies Jahr schon viel Gelegenheit zu üben. Weniger cool die ausgezeichnete Hauptdarstellerin Marion Cottilard. Die kleine Französin, die für ihre Leistung in "La Vie en Rose" geehrt wurde, schnappte vor Aufregung nach Luft und bedankte sich ziemlich atemlos bei dem Leben und der Liebe.

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Alle Preisträger im Überblick

Vier ausgezeichnete Darsteller: Daniel Day-Lewis, Tilda Swinton, Marion Cottilard, Javier Bardem
© Wireimage.comVier ausgezeichnete Darsteller: Daniel Day-Lewis, Tilda Swinton, Marion Cottilard, Javier Bardem

Bester Film: "No Country for Old Men", Produktion Ethan Coen, Joel Coen und Scott Rudin
Hauptdarstellerin: Marion Cotillard, "La vie en rose"
Hauptdarsteller: Daniel Day-Lewis, "There Will Be Blood"
Nebendarstellerin: Tilda Swinton, "Michael Clayton"
Nebendarsteller: Javier Bardem, "No Country for Old Men"
Regie: Ethan und Joel Coen, "No Country for Old Men"
Nicht-englischsprachiger Film: Stefan Ruzowitzky, "Die Fälscher"
Adaptiertes Drehbuch: Ethan und Joel Coen, "No Country for Old Men"
Original-Drehbuch: Diablo Cody, "Juno"
Kamera: Robert Elswit, "There Will Be Blood"
Schnitt: Christopher Rouse, "Das Bourne Ultimatum"
Ausstattung: Dante Ferretti und Francesca Lo Schiavo, "Sweeney Todd - Der teuflische Barbier aus der Fleet Street"
Kostümdesign: Alexandra Byrne, "Elizabeth - Das goldene Zeitalter"
Ton: Scott Millan, David Parker und Kirk Francis, "Das Bourne Ultimatum"
Ton-Schnitt: Karen Baker Landers und Per Hallberg, "Das Bourne Ultimatum"
Make-Up: Didier Lavergne und Jan Archibald, "La vie en rose"
Spezial-Effekte: Michael Fink, Bill Westenhofer, Ben Morris und Trevor Wood, "Der goldene Kompass"
Filmmusik: Dario Marianelli, "Atonement"
Original-Song: Glen Hansard und Markéta Irglovà, "Falling Slowly" ("Once")
Kurzfilm: Philippe Pollet-Villard, "Le Mozart des Pickpockets"
Animationsfilm: Brad Bird, "Ratatouille"
Animations-Kurzfilm: Suzie Templeton und Hugh Welchman, "Peter & the Wolf"
Dokumentarfilm: Alex Gibney und Eva Orner, "Taxi to the Dark Side"
Kurz-Dokumentarfilm: Cynthia Wade and Vanessa Roth,
"Freeheld"-Ehren-Oscar für das Lebenswerk: Robert F. Boyle