Oprah Winfrey
© Getty Images Oprah Winfrey

Oprah Winfrey TV-Aus nach 25 Jahren

Nach einem Vierteljahrhundert wird Oprah Winfrey, die erfolgreichste Moderatorin der Welt, ihren Talkshow-Job an den Nagel hängen

Schock für Amerika: Die bekannteste und erfolgreichste Moderatorin des Landes, Oprah Winfrey, von ihren Fans einfach nur "O" genannt, hört auf. Am 9. September 2011, nach 25 Jahren und über 4000 Episoden wird die letzte Oprah-Winfrey-Show über die Bildschirme flimmern. Darüber informierte die Unternehmerin gestern abend (19. November) in einer Hausmitteilung ihre Mitarbeiter.

"Die Sonne wird am 9. September 2011 nach 25 Jahren für uns untergehen", heißt es in dem internen Papier. Offiziell wird die 55-jährige Talkerin das Aus ihrer Sendung wohl in der heutigen Ausgabe vor einem Milionenpublikum bekannt geben. Auch wenn ihre Einschaltquoten in der laufenden Staffel um sieben Prozent gesunken sind, verfolgen immer noch durchschnittlich 42 Millionen Zuschauer in den USA jede Woche die Show.

Das Ende der Erfolgssendung kommt allerdings nicht überraschend: Bereits 2007 erklärte Oprah Winfrey in einem Interview mit Larry King, dass sie ihren Vertrag nach 2011 nicht verlängern will. Nach einem Vierteljahrhundert on Air hat die Show wie keine andere für legendäre TV-Momente gesorgt: 1993 war Oprah es, die Michael Jackson zu einem seiner wenigen Interviews überreden konnte, in dem er zum ersten Mal offen über seine Schönheitsoperationen und seine immer heller werdende Haut sprach. Auch der "Cruise Zwischenfall" 2005, als ein völlig durchgedrehter Tom Cruise auf Oprahs Sofa herumsprang und von Katie Holmes schwärmte, bleibt unvergessen.

Kollegen wie Ellen DeGeneres reagieren geschockt auf Oprahs TV-Ausstieg: "Ohne sie würde ich heute keine Talkshow moderieren. Sie hat uns Frauen den Weg geebnet, sie ist einfach unglaublich", erklärte Ellen bei der Aufzeichnung ihrer eigenen Show. Auch die Fans der Talkerin sind natürlich traurig. In einer Blitzumfrage von "People" erklärte eine junge Frau aus Chicago, Oprahs Heimatstadt: "Wir werden alles unterstützen, was Oprah tut. Wenn sie jetzt Präsidentin werden wollte, würden sie wahrscheinlich sofort gewinnen."

Neben ihrer Talkshow hat sich Oprah, die als Kind so arm war, dass sie Kleider aus Kartoffelsäcken tragen musste, ein riesiges Imperium aufgebaut: Dazu gehören zwei Magazine, die sich nur um sie drehen, Radioshows, eine Produktionsgesellschaft, Bücher und bald ein eigener Fernsehsender. Die Fans werden also auch in Zukunft nicht ganz auf Oprah Winfrey verzichten müssen.

pfl