Olympia Gold für Britta Steffen

Britta Steffen holt eine Goldmedaille und rettet damit das deutsche Schwimmteam in Peking

"Jetzt bin ich Olympiasiegerin - und das ist so geil", sagt Britta Steffen nach den 100-Meter-Freistil und dicke Freudentränen kullern ihr über die Wangen. Kurz zuvor weinte sie sich vor Glück in den Armen von Schwimmstar Franziska van Almsick aus. Und zu Freudentränen hat die 24-Jährige auch allen Grund, immerhin schwamm sie ihren Konkurrentinnen in einer Europarekordzeit von 53,12 Sekunden davon und sicherte sich damit die Goldmedaille. Weltrekordhalterin Lisbeth Tricket aus Australien wurde Zweite, Bronze gewann die Amerikanerin Natalie Coughlin.

Beim Anschlag wusste Steffen noch gar nichts von ihrer tollen Leistung: "Bevor ich mich umgedreht habe, habe ich mir gesagt: diesen Moment genießt du jetzt, egal, was auf der Anzeigentafel steht. Als ich dann die Eins gesehen habe, konnte ich es nicht fassen. Ich habe mich gefühlt wie in einem Traum und dachte: Gleich wachst du auf und musst die 100 Meter Freistil schwimmen."

Die Freude ist besonders groß, da mittlerweile fast niemand mehr an die deutschen Schwimmer in Peking geglaubt hatte. Der letzte deutsche Olympiasieg der Schwimmer ist schon lange her. Den konnte der Deutsche Schwimmverband 1992 in Barcelona für sich verbuchen. Damals siegte Schwimmerin Dagmar Hase über 400-Meter-Freistil und gewann Gold.

rbr