Niels Ruf hat sich mit einem pietätlosen Tweet in Schwierigkeiten gebracht
© ddp images Niels Ruf

Niels Ruf Sein Management distanziert sich

Nach dem pietätlosen Tweet zu Roger Ciceros Tod kommt's für Niels Ruf dick: Die Facebook-Seite deaktiviert, das Management distanziert sich

140 Zeichen hat ein Tweet. Ein paar gelungene Scherze auf dem Kurznachrichtendienst können Online-Berühmtheiten der Marke "notorischer Tatort-Kommentator" erschaffen. Aber ein falscher Post offenbar auch öffentliche Figuren in ernste Schwierigkeiten bringen. So etwa Niels Ruf: Ein unbestreitbar pietätloser Tweet zum Tod des Sängers Roger Cicero (1970-2016) hat für den 42-Jährigen offenbar unerwartet schwere Konsequenzen.

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Denn am Mittwoch (30. März), einen Tag nach dem Fehltritt, ist Rufs Facebook-Seite nicht mehr zu finden. Und nach Recherchen des "Stern" hat Rufs Management die Arbeit mit dem TV-Star mit dem stets losen Mundwerk vorerst eingeschränkt: Man vertrete den Moderator nur noch zu Fragen der TV-Show "Let's Dance", sagte ein Vertreter der Firma. Von dem Tweet distanziere man sich. Auf der Homepage der Agentur ist Niels Ruf nicht mehr aufgeführt.

Halbherzige Rechtfertigung

Warum die Facebook-Seite augenscheinlich deaktiviert wurde, ist bislang nicht klar. Auf Twitter ist Niels Ruf weiter vertreten - dort ist auch der Stein des Anstoßes noch zu lesen: "2 roger cicero-tickets zum halben preis abzugeben", lautete der Post, der neben 822 Likes eben auch einen fulminanten Shitstorm erntete. Eine Rechtfertigung Rufs glättete die Wogen nicht: "Ich wollte niemanden beleidigen - aber jeder geht mit so etwas anders um, und für mich gehören Humor und Trauer eben zusammen", erklärte er in einem weiteren Tweet.

Die Reaktionen der User sind im Netz in epischer Breite dokumentiert. Auch Promis von Giovanni Zarrella, 38, bis Atze Schröder betitelten Ruf mehr oder minder direkt mit Worten wie "Kackeimer" oder "Arschloch". Mit weniger bekannten Usern, die ihn zum "Klappehalten" oder zur Selbstzüchtigung aufforderten, verstrickte sich Ruf schnell in kleinere, wenig niveauvolle Scharmützel. Teilweise wünschten erboste Kommentatoren Ruf den Tod oder Schläge - ein Teil der (teils gegenseitigen) Beleidigungen ist allerdings mit der Deaktivierung der Facebook-Seite aus dem Netz verschwunden.

Auch Zuspruch für Ruf

Unterdessen erhält der frisch bei "Let's Dance" ausgeschiedene TV-Mann allerdings zaghaften Zuspruch. Auch kritische Stimmen zur "Witzepolizei" finden sich auf Twitter. Eine neue Erfahrung dürften einige Beteiligte im heftigen Shitstorm um den unnötigen Rufschen Tweet immerhin gemacht haben: Dass es durchaus unangenehm sein kann, wenn es aus dem sozialen Medium genauso ruppig zurückschallt, wie man hineingerufen hatte.