Nicole Richie
© Getty Images Nicole Richie

Nicole Richie Für den Kongo

Nicole Richie macht in einem Video auf die Mineralienkrise im Kongo aufmerksam: Die abgebauten Rohstoffe werden von westlichen Herstellern in Elektronikgeräten verarbeitet

Ernste Worte von Nicole Richie: Auf ihrem offiziellen Webblog hat die 27-Jährige ein Video veröffentlicht, in dem sie von der Mineralienkrise im Kongo berichtet. Das Erschreckende dabei: Viele westliche Computerhersteller verwenden einige der dort abgebauten Mineralien, wie etwa Zinn, für ihre Produkte.

John Prendergast, ein Freund von Nicole und außerdem Leiter der Organisation "Enoughproject.org" erklärt in dem Video die genauen Zusammenhänge von herrschender Gewalt und dem Mineralabbau: "Der Kongo hat weltweit die meisten Kriegsopfer zu verbuchen, seit dem Zweiten Weltkrieg [..]", so Prendergast. "Viele elektronischen Produkte, die wir kaufen, wie etwa 'IPods', Laptops oder Handys beinhalten Mineralien, die im Kongo abgebaut und von dort aus zu uns exportiert werden [...] Rohstoffe, die dazu gehören, sind Tantal, Zinn und Wolfram". Da der Mineralabbau im Kongo von ansäßigen Rebellen kontrolliert wird, herrschen erschreckende Zustände - Kinderarbeit, Massenvergewaltigungen und andere Unmenschlichkeiten sind an der Tagesordnung. Besonders die Instrumentalisierung von Kindern als Soldaten und die hohe Vergewaltigungsrate haben Nicole veranlasst, diesen Aufruf zu starten: "Die Menschen haben viel mehr Macht etwas zu verändern, als sie glauben [...] es geht darum, Bücher zu lesen, Filme zu schauen und sich dieser Konflikte bewusst zu werden. Es ist so einfach, wegzuschauen. Aber ich bin optimistisch, dass die Menschen in meinem Alter das Richtige tun werden und sich engagieren".

Nicole Richie ist nicht die Erste, die sich mit den wirtschaftlichen Problemen in Zentral- und Westafrika beschäftigt: Bereits 2006 hatte der Film "Blood Diamond" mit Leonardo Dicaprio für großes Aufsehen gesorgt, er hatte als Hauptthema den Handel mit Blutdiamanten in Sierra Leone und war 2007 fünfmal für den "Oscar" nominiert worden. Wer Nicole in ihrem Engagement unterstützen möchte, findet auf ihrem >>Webblog nicht nur das Video, sondern auch nähere Angaben über Unterstützungsmöglichkeiten.

lha