Roger Cicero
© CoverMedia Roger Cicero

Roger Cicero Das Ego zurückstellen

Der Künstler Roger Cicero findet es fürchterlich, wenn Kinder im Scheidungskrieg ihrer Eltern ausgenutzt werden

Roger Cicero, 43, ist zwar nicht mehr mit der Mutter seines Sohnes zusammen, einen Trennungskrieg gab es aber nicht.

Der Pop- und Jazzmusiker ("Frauen regier"n die Welt") findet es schrecklich, wenn zwei Menschen das Liebes-Aus nicht auf erwachsene Art und Weise regeln können. Seine Freundin Kathrin und er machten nach siebenjähriger Beziehung im August vergangenen Jahres ihre Trennung öffentlich. Doch sein fünfjähriger Sohnemann Louis soll nicht darunter leiden. "Das Schlimmste ist natürlich, seine Kinder im Scheidungskrieg zu instrumentalisieren. Den Rosenkrieg auf ihren Schultern auszutragen halte ich für unverantwortlich. Man sollte sich bei seinen Handlungen immer fragen: "Ist das gut fürs Kind oder nur für mich?" Das Ego muss bei Trennungen mit Kindern drei Schritte zurücktreten", befand der Sänger im Interview mit "tina". Für den Berliner ist sein Kind das Allerwichtigste: "Ich liebe meinen Sohn Louis aus dem tiefsten Inneren meines Herzens."

Diesen Schnitt, dass Mama und Papa nicht mehr zusammen sind, könne man für ein Kind nur schwer sanft gestalten. "Für die Kinder nicht, weil man es in dem Alter auch nicht erklären kann. Es herrscht eine Zerrissenheit als Elternteil, eine Ohnmacht, obwohl man alles so gern erklären würde. Das Ausziehen nach der Trennung war für ihn ein Abenteuer - und er kommt mit der Situation auch sehr gut klar. Vermutlich weil er nie unter Verlustangst leiden musste: Wir sind immer für ihn da. Das ist das Wichtigste, was du einem Kind vermitteln kannst."

Doch Tränen gab es trotzdem. "Natürlich habe ich mich am Anfang in der großen Wohnung sehr allein gefühlt. Ich hatte Liebeskummer und habe auch ein paar Tränen vergossen", sagte der Künstler gegenüber "Bild.de". Schließlich sei es niemals leicht, wenn man nicht mehr mit der Mutter seines Kindes zusammen lebt. "Unsere Trennung war schmerzhaft und verletzend, aber unausweichlich. Kathrin und ich hatten einfach keine Basis mehr", sagte er der Publikation betroffen und seufzte: "Es tut weh, wenn Louis mich manchmal traurig fragt: "Bleibt das jetzt immer so mit Mama und dir?'"

Mittlerweile kann der Star aber wieder lachen. Auch musikalisch läuft es bestens: Das neue Album von Roger Cicero erscheint am 28. März und ab dem 3.5. geht er dann auf Tour.