Peter Plate
© CoverMedia Peter Plate

Peter Plate Keine Kostprobe für AnNa R.

Sänger Peter Plate hat seine Rosenstolz-Partnerin AnNa R. seine neue Solo-Scheibe noch nicht hören lassen. Im Moment täte ihnen der "Abstand" ganz gut, erklärte der Star.

AnNa R. (43) kennt die neue Platte von Peter Plate (45) noch gar nicht.

Die beiden Rosenstolz-Musiker ('Wir sind am Leben') waren 20 Jahre lang ein Erfolgsteam, doch seit vergangenem Jahr gehen sie beruflich getrennte Wege. Plate meldet sich jetzt mit einer Solo-Scheibe in der Musikwelt zurück, doch seiner ehemaligen Pop-Partnerin hat er sie noch nicht vorgespielt. "Nein, wir lassen uns total in Ruhe bei unseren Abenteuern", erklärte der Sänger im Interview mit 'fr-online.de' und ergänzte: "Es fühlt sich nach so vielen Jahren ganz toll an, dass mal jeder sein eigenes Zeug macht. Ich glaube, der Abstand tut uns beiden gut."

Das neue Werk des Stars trägt den Titel 'Schüchtern ist mein Glück' und kommt morgen in die Läden. Der musikalische Alleingang hat für den Deutschen auch etwas Erfrischendes. "Natürlich kann man die Uhr nicht zurückdrehen. Aber ich weiß, dass der Anfang von Rosenstolz, also die ersten zehn Jahre, ein Traum waren. Es war so anarchistisch und lustig, so nach dem Motto 'Wir gegen den Rest der Welt'", erinnerte er sich. "Die anderen zehn Jahre haben zwar auch Spaß gemacht, aber sie waren ernst und hatten so was Offizielles. Meine Soloplatte ist für mich nun wie ein Abenteuer. Da ist kein Druck, ich mache alles, weil es mir Spaß macht."

Etwas Freude kann der Künstler gut gebrauchen, er machte nach einem Burnout eine schwere Zeit durch. Jetzt geht es ihm wieder besser, dennoch muss und will er auf sich aufpassen, weswegen er sich an eine strikte Drei-Tage-Woche hält. Er arbeitet nur noch "Dienstag, Mittwoch und Donnerstag" - und wenn ein unerwarteter Termin dazwischen kommt, wird eben getauscht. "Wenn ich am Samstag arbeite, habe ich dafür am Dienstag frei. Für solche Fälle habe ich ein Punktesystem, das ist ein bisschen wie bei 'Weight Watchers'", verriet der Wahl-Berliner.

Dass er deswegen ein bisschen wie auf Kommando kreativ sein muss, macht ihm nichts aus. "Ich schreibe ja schon Lieder seitdem ich 14 bin. Mit 20 oder 30 denkt man vielleicht noch, dass man am besten in der Nacht ist - aber das ist Quatsch. Talent sind nur zehn Prozent, 90 Prozent sind Fleiß und ein Handwerk, das sich über die Jahre entwickelt. Du musst dich vors Klavier, Keyboard oder an die Gitarre setzen und warten, bis eine gute Melodie vorbeikommt. Das Gefährliche in meinem Beruf ist, dass das Liederschreiben, Aufnehmen und Produzieren wahnsinnigen Spaß macht", plauderte Peter Plate aus.