Milka Loff Fernandes
© CoverMedia Milka Loff Fernandes

Milka Loff Fernandes Ich hatte meinen Lebensmut verloren

TV-Grazie Milka Loff Fernandes musste sich im Jahr 2004 wegen ihrer Epilepsie komplett aus dem Fernsehgeschäft zurückziehen - und litt an schweren Depressionen

Milka Loff Fernandes, 34, litt wegen ihrer Epilepsie an schlimmen Depressionen.

Die ehemalige Viva-Moderatorin erklärte im Interview mit "Bild", dass sie an einer besonderen Form von Epilepsie leidet - was sie völlig aus der Bahn geworfen hätte. "Die Diagnose an sich war nicht so schlimm. Aber in der Zeit danach bin ich in eine tiefe, tiefe Depression gefallen", gestand sie im Interview mit "Bild" und ergänzte: "Am Ende wurde ich stationär in einer Klinik behandelt. Ich habe alles an Lebensmut und Hoffnung verloren. Ob tot oder lebendig wäre für mich damals auch kein Unterschied gewesen. Jedes Fünkchen in mir, das irgendwie positiv war, war weg." Für die Hamburgerin, die man stets als gut gelaunte Frohnatur kennt, war dies natürlich ein großer Schock. "Ich konnte nicht mehr so, wie ich wollte", seufzte sie. Trotzdem gab sie sich im Gespräch mit der Publikation als Powerfrau: "Aber ich will kein Mitleid - im Großen und Ganzen hatte ich Glück im Unglück. Ich leide an Epilepsie. Es kam 2004 zu einem ersten Ausbruch. Und nicht nur einem, sondern einem Haufen in einer Nacht. Plötzlich lag ich flach. Und bin erst im Krankenhaus wieder aufgewacht." Doch die Krankheit mache sich bei der einstigen Musikmoderatorin nicht dadurch bemerkbar, dass sie plötzlich zappelt. "Ich nenne das eher mein "Gewitter im Kopf". Wenn es mir passiert, dann nur nachts. Ich hatte das Glück, dass ich dabei nie allein war. Es ist wohl so, dass ich schlimme Krampfanfälle habe, mich wie ein C verbiege und Schaum vor dem Mund habe. Ungefähr so, wie in "Der Exorzist"", beschrieb sie ihre Symptome anschaulich. Die Medikamente waren es schließlich in Schuld, dass sie ihren Beruf nicht mehr richtig ausüben konnte. "Ich war wie lahmgelegt, konnte nicht mehr flüssig sprechen. Ich konnte nicht mehr richtig vom Teleprompter ablesen. Für eine Moderatorin nicht gerade hilfreich", erklärte die Mutter der einjährigen Olivia Maria. Weiter beschrieb sie, sich in dieser Zeit "sehr zurückgezogen" zu haben.

Im Gespräch mit "RTL", in dem sie erstmals zu ihrer Epilepsie stand, beschrieb die Fernseh-Frau weiter die Nebenwirkung ihrer Krankheit. "Ich bin total dick geworden und ganz langsam, denn vieles habe ich nur zeitverzögert wahrgenommen." Aber die als quirlige Quasselstrippe bekannte Moderatorin steckte den Kopf schlussendlich doch nicht in den Sand und stellte sich ihrem Schicksal - mit Erfolg. Seit 2008 hatte die Powerfrau keinen Krampfanfall mehr, was sicher auch ihrem gesunden Lebensstil zu verdanken ist. "Ich habe angefangen Sport zu machen, mich gesünder zu ernähren und viel zu schlafen", erzählte Milka Loff Fernandes.