Lars Eidinger
© CoverMedia Lars Eidinger

Lars Eidinger Späte Reue

Schauspieler Lars Eidinger verriet, welche beruflichen Entscheidungen er mittlerweile bereue

Lars Eidinger (37) ging nicht immer den richtigen Weg in seiner Laufbahn.

Der Berliner ('Alle anderen') tritt nicht nur als Film- und Fernsehschauspieler und am Theater erfolgreich auf, sondern ist auch als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst 'Ernst Busch' tätig. Darüber hinaus arbeitet Eidinger als DJ und Musiker. Doch auch wenn er mittlerweile das Gefühl hat, die richtigen beruflichen Entscheidungen zu treffen, sei das nicht immer der Fall gewesen und so verriet er, was er im Laufe seiner Karriere bereut habe: "Ich habe mich für Ikea prostituiert. 5.000 Mark gab es für die Werbung. Schwerwiegender war sicherlich, dass ich das Drehbuch von 'Das weiße Rauschen' zu Hause hatte - und es war so dick, dass ich keinen Bock hatte, es zu lesen. Allein der Titel, zum Einschlafen. Da hab' ich hinterher gedacht: Alter, was bist du für ein Idiot! Was für ein großartiger Film. Jetzt kommt Daniel Brühl damit groß raus! Seitdem lehne ich nie wieder etwas ab, ohne es gelesen zu haben. Auch wenn 'Tödlicher Mord' draufsteht', berichtete er gegenüber 'Potsdamer Neueste Nachrichten'.

Ob er im Alltag von seinen schauspielerischen Fähigkeiten profitiere? "Nein, da geniere ich mich. Was ich aber von vielen Kollegen gehört habe: Beim Streiten und Rumbrüllen mit der eigenen Frau denkt man: 'Ah, das klingt jetzt schön. Muss ich mir merken", lachte der Star. Dabei ist eigentlich seine Frau für die schönen Töne zuständig: Eidinger ist mit der Opernsängerin Ulrike Eidinger verheiratet und zieht mit ihr eine Tochter groß.

Der Charakterdarsteller spielt vorzugsweise Bösewichte, weil er sich in diesen Rollen so ausleben könne, wie es im wahren Leben nicht möglich sei: "Diese Sehnsucht, mal Grenzen zu überschreiten, hat jeder in sich", meinte er gegenüber 'bunte.de'. "Jeder hat doch diese Fantasie, wenn er in einer Bank steht: Wie wäre es denn jetzt, wenn ich sagen würde: 'Okay, jetzt den Tresor ausräumen!'"

Am 27. November ist Lars Eidinger in dem Fernsehfilm 'Grenzgang' auf ARD allerdings nicht als böser Bube zu sehen: Dort spielt er den gescheiterten Historiker Thomas, der als Lehrer in seinen Geburtsort zurückkehrt.