Ingo Appelt
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Ingo Appelt Ingo Appelt: Ein echtes Multitalent

Komiker Ingo Appelt profitiert auch heute noch von seiner Lehre als Maschinenschlosser

Ingo Appelt, 47, ist nicht nur in Sachen Comedy ein Ass.

Bevor er als Komiker und Kabarettist seinen Durchbruch schaffte, absolvierte der gebürtige Essener eine Lehre als Maschinenschlosser. Zwar übt er den Beruf seither nicht aus, dennoch macht er von dem Wissen, das er sich damals aneignete, immer noch Gebrauch. "Ich kann Waschmaschinen reparieren, Betten für Kinder zusammenschrauben, unsere richtig schwere Küchenmaschine bedienen", enthüllte Appelt im Interview mit den "Westfälischen Nachrichten".

Aber auch als Entertainer glaubt er, so einiges drauf zu haben und mit den jüngeren Comedians mithalten zu können. "Na ja, heute ist die Konkurrenz natürlich auch größer, dafür waren wir damals handwerklich besser geschult. Unser Erfolg war kein Zufallsprodukt, da wir alles von der Pike auf gelernt hatten", gab der Spaßvogel zu bedenken. "Den Jungs, die heute oftmals erfolgreich sind, sind wir - damit meine ich auch Kollegen wie Rüdiger Hoffmann und Michael Mittermeier - haushoch überlegen. Ich spiele Klavier, beherrsche Stand-Up, mache Kabarett."

Seinen ersten Auftritt als Komiker legte Appelt übrigens 1989 auf einer Veranstaltung der IK Metall hin und damals wurde er von einem Künstleragenten entdeckt. Sein endgültiger Durchbruch folgte aber erst später. "Auch danach musste ich noch jahrelang hart arbeiten und sehr viele Auftritte absolvieren. Damals war es noch nicht so, dass man ein YouTube-Video veröffentlicht und mit einem Mal bekannt ist. Fünf Jahre bin ich danach noch getingelt", erinnerte sich der TV- und Bühnen-Star, der später zu Gast bei "RTL Samstag Nacht" und dem "Quatsch Comedy Club" einem breiteren Publikum bekannt wurde.

In einer Hinsicht ist der Ruhrpottler derweil nicht ganz so begabt. "Bücher schreiben. Ich bin furchtbar schreibfaul", gestand er vor einiger Zeit gegenüber "SVZ.de". Außerdem fügte Ingo Appelt hinzu: "Auf der Bühne mache ich das aus dem Stegreif, aus dem Kopf heraus. Mich hinsetzen und was aufschreiben, ist echte Quälerei."