Alberta Ferretti model
© CoverMedia Alberta Ferretti model

Alberta Ferretti model Gothic wird glamourös

Gothic ist nur was für Punks? Auf der Mailänder Fashion Week bewiesen die Designer das Gegenteil.

Beim Gedanken an Gothic haben die meisten sicher Teenie-Mädchen mit schwarzen Klamotten, gefärbten Haaren und blutrotem Lippenstift vor Augen. Doch das war gestern. Zwar bedient sich der aktuelle Saison-Trend einiger altbekannter Elemente, doch die Designer haben ihm eine gehörige Portion Schick verliehen.

'Alberta Ferretti' zeigte Gothic-Outfits der Meisterklasse bei ihrer Herbst/Winter-Kollektion auf der Mailänder Modewoche. Natürlich dominierte die Farbe Schwarz, als die ersten Models auf den Laufsteg traten - in Federröcken und Spitzen-Tops verströmten sie perfekten Gothic-Glamour. Es folgten schwarze, lederbesetzte Kleider mit Felljacken und langen Mänteln. Die Designerin bewies auch, dass man nicht auf die dunkle Seite wechseln muss, um seiner Garderobe einen Gothic-Touch zu verleihen. Mit kurzärmeligen blauen Kunstpelzmänteln und transparenten Blusen in Lila verpasste 'Alberta Ferretti' dem Trend mehr Farbe.

'Jil Sanders' Interpretation des Trends war ein voluminöses Ballkleid. Mit herzförmigem Ausschnitt und Zipfelsaum am Rockteil erschien der Look wie für Morticia Adams persönlich kreiert. Auch 'Vivienne Westwood' und 'Valentino' ließen sich für die neue Saison vom Gothic-Glamour inspirieren, der sich leicht zu Hause nachstylen lässt.

Wer sich erst einmal vorsichtig an den Look herantasten will, wählt Lederjacke oder -kleid, aber um richtig Eindruck zu schinden, erfordert es mehr Mut: Ein Lederkleid mit zurückgegeltem Haar und knallroten Lippen sind Schlüsselelemente für den modernen Gothic-Chic. Wer sich in Hosen wohler fühlt, sollte sich an enge Varianten halten. Eine Lederröhre funktioniert am besten - kombiniert mit einer Chiffon-Bluse in Burgund oder Lila oder auch Spitzendetails an den Ärmeln. Dazu Killer-Heels und eine streitlustige Einstellung - und der Look ist perfekt.