Natalie Portman : Natalie Portman
© Getty Images Natalie Portman

Natalie Portman Dieses Interview macht wütend

Hollywoodstars jammern was Gehälter angeht auf hohem Niveau, das weiß auch Natalie Portman. Dennoch sollte das, was die Schauspielerin nun enthüllt, wachrütteln und wütend machen

Hollywoodstars zählen zu den glücklichen Amerikanern, die Gehälter in Millionenhöhe bekommen und einen Wohlstand genießen können, der den meisten Menschen vorenthalten bleibt. Doch wie sagt man so schön? Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Es ist bekannt, dass Frauen nach wie vor in allen Berufen bei gleicher Qualifikation weniger Geld verdienen, als ihre männlichen Kollegen. Das ist in Hollywood nicht anders. Doch wie krass der Unterschied in der Traumfabrik ist, macht Oscar-Preisträgerin Natalie Portman, 35, in einem Interview mit der britischen "Marie Claire" deutlich.

Ashton Kutcher dreimal besser bezahlt

"Ashton Kutcher bekam für 'Freundschaft Plus' dreimal so viel Gehalt wie ich", enthüllt Portman, die derzeit mit ihrem zweiten Kind schwanger ist. Heute bereut Natalie, über die Ungerechtigkeit nicht wütender gewesen zu sein. Sie dachte, sie habe kein Recht sich zu beschweren, weil sie als Topverdienerin bloß auf hohem Niveau jammern würde. "Ich war nicht so wütend, wie ich hätte sein sollen. Wir verdienen so viel, da fällt es mir schwer, mich zu beschweren. Der Unterschied ist aber verrückt", erzählt sie weiter.

In dem Gespräch macht sie noch einmal deutlich, wie gravierend die Lohngefälle in Hollywood wirklich sind. "Im Vergleich zu Männern verdienen Frauen in den meisten Berufen 80 Cent, während Männer einen Dollar bekommen. In Hollywood verdienen Frauen 30 Cent, während Männer einen Dollar bekommen."

Sexismus in Hollywood

Im Oktober 2015 schrieb Portmans Kollegin Jennifer Lawrence, 26, im Online-Magazin "Lenny" ein Essay über ihre eigene Erfahrung mit dem Thema. Nach dem berüchtigten Sony-Hack kam heraus, dass sie für "American Hustle" weniger Gehalt bekommen hatte, als ihre männlichen Kollegen, obwohl sie der Hollywoodstar der Stunde war und nicht weniger Screentime hatte. "Als rauskam, dass ich so viel weniger bezahlt wurde als Menschen mit Penissen, war ich nicht wütend auf Sony. Ich war wütend auf mich. Ich hatte versagt", heißt es darin. Für Lawrence hat es sich gelohnt: Für "Passengers" bekam sie schließlich sogar mehr Gehalt als ihr männlicher Kollege Chris Pratt, 37.