Natalia Wörner Adoption - und dann?

Natalia Wörner weiß, dass eine Adoption kein Zuckerschlecken ist - gerade, wenn das Kind aus dem Ausland kommt. Für Angelina Jolie und Madonna zeigt sie wenig Verständnis

Auslandsadoption ist in Hollywood nach wie vor ein Thema - seit Angelina Jolies Pax Thien wahrscheinlich sogar ein aktuelleres als je zuvor. Doch Natalia Wörner klärt auf: Was häufig nicht bedacht wird, ist, dass den Kindern durch die Abtrennung von ihren Wurzeln ein regelrechter Kulturschock drohen kann. Prominente Beispiele, wie Madonna oder Angelina Jolie, lassen den Vorgang meist ganz umkompliziert aussehen - ein Trugschluss, wie die Schauspielerin findet: "Ich kann mich nur wundern, wie die das schaffen wollen. Kinder in ein neues Umfeld zu integrieren, ist ein sehr tiefgehender Prozess. Romantisch darf man sich das nicht vorstellen, sondern als harte Arbeit. Eine Adoption ist kein Akt einmaliger Güte, den man fotografieren kann und dann ist alles dufte", sagte sie gegenüber der Onlineausgabe des Magazins "Spiegel".

Bei dem Thema ist unsere "Couple Of The Year"-Frau zur Zeit wahrscheinlich Deutschlands prominenteste Spezialistin. In ihrem Fernsehfilm "Durch Himmel und Hölle" spielt die 39-Jährige eine Frau, die zusammen mit ihrem Partner ein Kind aus dem Ausland adoptieren will - und dabei mit zahlreichen Problemen konfrontiert wird.