Missbrauchsprozess: Kesha nach dem Prozess
© Splashnews.com Kesha nach dem Prozess

Missbrauchsprozess Kesha bricht in Tränen aus

Seit Jahren schwelt der Streit zwischen Rap-Star Kesha und Produzent Dr. Luke. Jetzt musste Kesha vor Gericht eine Niederlage einstecken

Kesha
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In einem Dokument, das Kesha 2011 unterschrieb, steht, dass sie keinen Sex mit ihrem mutmaßlichen Peiniger Dr. Luke hatte. Der Anwalt der Sängerin sagte jedoch, sie wäre zur Unterschrift gezwungen worden

Mit Tränen ist für Rap- und Pop-Star Kesha ("TiK ToK") am Freitag (19. Februar) eine erste Etappe ihres Streits mit Produzent Dr. Luke alias Lukasz Gottwald zu Ende gegangen.

Vorwurf des jahrelangen Missbrauchs

Seit mehreren Jahren wirft die 28-Jährige dem 42-Jährigen sexuellen Missbrauch vor. Auch aus ihrem Vertrag mit dem Plattenlabel Sony wollte Kesha deswegen heraus. Jede weitere Zusammenarbeit mit Dr. Luke wollte sie vermeiden. Ein Wunsch, den ihr eine Richterin in New York nun verwehrt hat, wie "billboard.com" berichtet.

Kesha könne auch in dem Vertrag mit dem Label ohne Dr. Luke als Produzent Musik aufnehmen, erklärte Richterin Shirley Kornreich. Zudem seien die Missbrauchsvorwürfe nicht ausreichend durch medizinische Atteste belegt. Die Sängerin sei auf den Urteilsspruch hin in Tränen ausgebrochen, schreibt "TMZ.com". Auch Bilder zeigen, wie die Musikerin sichtlich mitgenommen das Gerichtsgebäude in Manhattan verlässt.

Kesha hatte Dr. Luke Ende 2014 angezeigt. Der Produzent, mit dem sie zusammen mehrere Hits aufgenommen hatte, habe sie zehn Jahre lang sexuell, physisch und psychisch missbraucht, erklärte sie. Dr. Luke weist die Vorwürfe zurück. Ein Gerichtsurteil im eigentlichen Prozess über die Anschuldigungen gibt es noch nicht.